Neue österreichische Auslandsschule in Mexiko

19. August 2010, 12:47
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Schmied legte mit mexikanischem Bildungsminister Grundstein in Queretaro

Wien - Mit dem Schuljahr 2011/12 bekommt Österreich eine neue Auslandsschule (ÖAS) in der mexikanischen Stadt Queretaro. Die Volksschule mit voraussichtlich vier bis sechs Klassen wird die erste ÖAS in Nordamerika sein, insgesamt ist es der siebente Standort. Bei einem Arbeitsbesuch in Mexiko hat Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) gemeinsam mit dem mexikanischen Bildungsminister Alonso Lujambio Irazabal den Grundstein in Queretaro gelegt bzw. symbolisch ein Bäumchen gepflanzt.

Größte Schule in Guatemala

Die größte ÖAS mit derzeit rund 1.800 Schülern ist die Primar- und Sekundarschule in Guatemala City. Alle weiteren befinden sich in Europa: Ein Gymnasium in Prag, zwei Primar- und Sekundarschulen in Budapest, eine Höhere Technische Schule für Informationstechnologie im albanischen Shkodra und das St. Georgs-Kolleg, ein Realgymnasium in Istanbul. In Gründung befindet sich außerdem eine Auslandsschule in Liechtenstein. Träger der Schulen sind meist entweder Orden oder Stiftungen. 

Österreicher in den Schulen in der Minderheit

Insgesamt besuchen knapp 3.300 Kinder und Jugendlichen eine ÖAS. Unter den Schülern sind die Österreicher dort in der Minderheit - eine Tatsache, die der Rechnungshof (RH) in einer Überprüfung 2008 kritisiert hatte. Es entstünden dadurch keine Kontakte zwischen Kinder und Jugendlichen aus Österreich und dem jeweiligen Land, die ÖAS seien "ausschließlich Schulen, in denen die interkulturelle Begegnung zwischen den Schülern des Gastlandes und den österreichischen Lehrern stattfand". Der RH forderte daher, dass die Gründung von Auslandsschulen künftig dort erfolgen solle, wo es auch eine größere Zahl österreichischer Schüler gibt. Dem sei man nachgekommen, hieß es aus dem Unterrichtsministerium auf APA-Anfrage. 

An den Schulen unterrichten neben Lehrern aus der Region insgesamt rund 120 Pädagogen aus Österreich. Neben den ÖAS stehen international interessierten Lehrern außerdem die Europäischen Schulen sowie bilinguale Schulen in Nachbarstaaten zur Verfügung. (APA)

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