Leitbörsen in Fernost schließen einheitlich höher

19. August 2010, 11:50
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Unternehmensergebnisse sorgen für Auftrieb - Export-Werte in Tokio gefragt

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag einheitlich mit Kursgewinnen tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verteuerte sich um 122,14 Zähler oder 1,32 Prozent auf 9.362,68 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 49,73 Zähler (plus 0,24 Prozent) auf 21.072,46 Einheiten.

Zulegen konnten auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.946,77 Zählern und einem Plus von 27,40 Punkten oder 0,94 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 5,70 Zähler oder 0,13 Prozent auf 4.509,6 Einheiten. Kursgewinne gab es auch an der chinesischen Börse. Der Shanghai Composite legte um 0,81 Prozent oder 21,68 Zähler auf 2.687,98 Punkte zu.

An der Börse von Hongkong verwiesen Marktteilnehmer zur Begründung für die Kursgewinne auf die vorgelegten Unternehmensergebnisse. Zudem spekulieren Investoren nun darauf, dass weitere Unternehmen über den Prognosen gelegene Zahlen präsentieren könnten. Ein Marktteilnehmer warnte jedoch auch vor möglichen Gewinnmitnahmen in weiterer Folge.

China Petroleum & Chemical zogen im Vorfeld der Ergebnisveröffentlichung um 3,92 Prozent auf 6,37 Hongkong Dollar an. China Shenhua Energy verbesserten sich um 4,94 Prozent auf 29,75 Hongkong Dollar. China Merchant Bank gewannen nach Zahlenvorlage 2,23 Prozent auf 20,60 Hongkong Dollar.

Lenovo mit Abschlägen

Lenovo gaben hingegen 0,84 Prozent auf 4,75 Hongkong Dollar nach. Der Computerhersteller schreibt dank guter Geschäfte außerhalb von Schwellenländern wieder Gewinn. Mit dem ausgewiesenen Quartals-Reingewinn traf der Konzern die Erwartungen der Analysten.

In Singapur konnten die Aktien von Immobilienentwicklern auf breiter Front zulegen. So gewannen CapitaLand 2,79 Prozent auf 4,05 Singapur Dollar und City Developments stiegen um 2,75 Prozent auf 11,94 Singapur Dollar.

An der Börse von Sydney zeigten sich BHP Billiton um 0,31 Prozent leichter bei 38,30 australischen Dollar. Der Konzern hatte am Mittwoch angekündigt, seine Pläne für den rund 39 Milliarden Dollar teuren Kauf des kanadischen Düngemittelspezialisten Potash auch gegen den Widerstand des Unternehmens voranzutreiben.

Heimische Schnäppchenjäger seien aktiv gewesen, hieß es zur Begründung für die Kursgewinne in Tokio. Zudem hätten Anleger, die vorher auf weiter fallende Kurse gesetzt hatten, mit Käufen ihre Positionen eingedeckt. Zu den Kursgewinnen trugen auch Spekulationen über neue Konjunkturmaßnahmen der Regierung bei. Dies habe den Dollar gegenüber dem Yen etwas steigen lassen. Export-Aktien waren dementsprechend gefragt. (APA)

 

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