Kuoni weiterhin in den roten Zahlen

19. August 2010, 08:49
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Der größte Reiseveranstalter der Schweiz leidet wie die gesamte Branche unter den Folgen der Vulkanasche aus Island

Zürich - Der Schweizer Reisekonzern Kuoni schreibt weiter rote Zahlen: Für das erste Halbjahr 2010 meldet das Unternehmen 46,1 Mio. Franken (34,3 Mio. Euro) Verlust, nach einem Fehlbetrag von 51,0 Mio. Franken in der Vorjahresperiode. Der Umsatz ging leicht um 0,2 Prozent auf 1,756 Mrd. Franken zurück.

Auch beim Betriebsergebnis (EBIT) konnte Kuoni den Verlust etwas eindämmen: Dieser beläuft sich auf 37,8 Mio. Franken, wie der größte Reiseveranstalter der Schweiz bekanntgab. Im ersten Halbjahr 2009 hatte der Betriebsverlust 48,7 Mio. Franken betragen.

Die Reisebranche litt in den vergangenen Monaten unter dem Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull in Island, der politischen Krise in Thailand sowie der angespannten, von Streiks begleiteten Wirtschaftssituation in Griechenland. Der Vulkanausbruch und das damit verbundene Flugverbot über Europa haben Kuoni rund 15 Mio. Franken gekostet.

Kosteneinsparungen

Ohne den isländischen Vulkan und besondere Kosten hätte das Unternehmen den Betriebsverlust um 31 Mio. Franken reduzieren können, schreibt Konzernchef Peter Rothwell in der Halbjahresmitteilung. Unter anderem liege dies an Kosteneinsparungen, die der Konzern während der Krise eingeleitet hatte.

In den vergangenen acht Wochen hätten die Buchungen um 9 Prozent zugelegt, teilte Kuoni weiter mit. Insgesamt übertraf Kuoni die Voraussagen der Experten etwas: Von der Finanznachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten im Schnitt einen Verlust von rund 50 Mio. Franken erwartet. Die Umsatzprognose der Experten bewegte sich bei 1,74 Mrd. Franken. (APA)

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    Die Vulkanasche kostete Kuoni 15 Millionen Schweizer Franken.

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