Spionagevorwurf

Moskau und Bukarest streiten

18. August 2010 19:00

Botschaftssekretär ausgewiesen

Das rumänische Außenministerium hat am Dienstag einen russischen Botschaftssekretär zur Persona non grata erklärt und des Landes verwiesen. Damit reagiert Rumänien auf eine ähnliche Geste des russischen Außenministeriums, das am Montag Gabriel Grecu, einen rumänischen Botschaftssekretär, nach Spionageanschuldigungen in Moskau festgenommen und ausgewiesen hatte. Laut dem russischen Geheimdienst FSB soll Grecu versucht haben, vertrauliche militärische Informationen zu erhalten.

Das rumänische Außenamt bedauerte den "gravierenden Verstoß" Russlands gegen die Immunitätsbestimmungen der Wiener Konvention sowie die "völlig unangemessene Behandlung", die dem rumänischen Diplomaten widerfahren sei.

Die Spionagetätigkeiten rumänischer Diplomaten gehen angeblich bereits auf Grecus Vorgänger zurück. Sie seien vor allem an Informationen zur angrenzenden Republik Moldau und dem Konflikt in Transnistrien interessiert. Laut russischen Medien waren die geheimen Daten nicht allein für Bukarest bestimmt, sondern sollen laut Moscow Times "im Interesse der Nato, d. h. der USA" besorgt worden sein. Erst 2009 sollen zwei ukrainische und drei russische Diplomaten aus Rumänien ausgewiesen worden sein. Der ukrainischen Botschaft sollen in Bukarest militärische Geheiminformationen zugespielt worden sein.

Seit Rumäniens Nato-Beitritt 2004 werden die Beziehungen zwischen Russland und Rumänien immer kälter. Erst im Februar hatte sich Russland gegen den von Rumänien beherbergten Nato-Raketenschutzschild beschwert und die Geste als eine gegen Moskau gerichtete militärische Bedrohung interpretiert. Hinzu kommt Rumäniens Unterstützung für Moldaus mehrheitlich rumänischstämmige Bevölkerung und deren proeuropäische Regierung. 2010 hat Rumänien zwei weitere Konsulate in der ex-sowjetischen Republik eröffnet und 17.000 Moldauern die rumänische Staatsbürgerschaft erteilt.

Integritätsgesetz

Bukarest - Nach vehementer Kritik seitens der Zivilgesellschaft und der EU-Kommission verabschiedete die rumänische Abgeordnetenkammer am Montag eine neue Version des Gesetzes zur Nationalen Integritätsbehörde (ANI). Die von der EU als Beitrittsbedingung eingeforderte ANI war bis April 2010 befugt, die Vermögens- und Interessenverhältnisse der Politiker zu kontrollieren. Nach einem Beschluss des Verfassungsgerichtshofs war die Behörde aber im Mai völlig entmachtet worden. Das entscheidende Votum erfolgt nächste Woche im Senat. (Laura Balomiri aus Bukarest DER STANDARD, Printausgabe, 19.8.2010)

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Joseph EU
18.08.2010 22:46
Was ist los Zensor....????

Passt es nicht einen Hinweis auf den verzweifelten Versuch der Russen die Annexion Moldawiens wieder herzustellen und die Reunifizierung der Rumänen und Moldawier (die auch Rumänen sind) mit allen Mitteln verhindern zu wollen...zu geben ???

tschisi-eis_zurueck
 
19.08.2010 12:01
also erstens stimmt es wirklich nicht....

..., dass alle moldawier rumänen sind und kulturell ähnelt das land sowieso mehr russland als rumänien.
und zweitens gehen ca. 50% der moldawischen auswanderer sowieso nach russland, also glaub ich nciht, dass russland an einer annexion interessiert ist.

Joseph EU
21.08.2010 09:51
Kulturell ähnelt.....

no na...war ja lang genug besetzt....

Noitulover
19.08.2010 11:30

Rumänien verteilt Pässe auch in der Ukraine, also werden bald auch die Ukrainer Rumänen sein. Also abwarten, Tee trinken und schon mal Rumänisches-Wörterbuch ab und zu in die Händchen nehmen ;-)

Joseph EU
20.08.2010 09:21
Rumänien gibt Pässe den Menschen ...

in der Ukraine welche der rumänischen Minderheit angehören , damit die frei in die EU reisen können - im Unterschied zu RU - die Pässe verteilen um später einmarschieren zu können...

Red Core
19.08.2010 00:25

Das ist kein verzweifelter versuch und in moldawien sind nicht alle rumänen viele sind dort aus russland aus sowjetzeiten

Joseph EU
20.08.2010 09:19
Klar Okkupanten-Offspring....

wie im Baltikum oder teilweise Ukraine...

tramtatam
20.08.2010 14:50
wer ist bitte noch mal Okkupanten-Offspring?

gibt es in Ihren Visionen eigentlich auch gewisse Altersgrenzen, ab wann ein russisches Kind schon als Okkupant gilt: ab 2 Jahren, 5 Jahren, Volljährig, oder von Geburt an?

BMA
18.08.2010 23:56
Hat Ihr Schlummertrunk Ihrem Kopf nicht gut getan?

Wir leben im 21. Jahrhundert. Welchen Nutzen hätte Russland vom Annexion Moldawiens? Nennen Sie doch, bitte, wenigstens einen guten Grund!
Und, überhaupt, wie soll so etwas gehen? Rein physisch! Da ist doch die Ukraine dazwischen! Keine gemeinsame Grenze!

Also, ruhen Sie sich aus, und überlegen einen anderen Grund um Russland anzuschwärzen. Das Land hat genug Sorgen.

Joseph EU
20.08.2010 09:18
Gehts eh no.............

In Transnistrien sitzen die Russen ganz unverfrohren - obwohl KEINE gemeinsame Grenze existiert, wie sie wohl sagen - ich denk aber eh das wenn dieses Transnistrien neutral wäre (d.h. ohne russische Präsenz) kann es eine Teilautonomie haben wie Gaugasien - und nachdem man die ethnischen Rumänen eh grossteils vertrieben hat und Russen und russifizierte Ukrainer dort die Mehrheit stellen sollte man froh sein den Stachel im Fleisch loszuwerden und die dort machen lassen was sie wollen - nur der ru. Einfluss und vor allem das fremde Militär (ohne kann die RF eh nirgens punkten)....früher oder später sind die Transnistrier froh auch in die EU zun kommen...dann brauchen sie sich nicht mehr (und wollen sich auch nicht mehr) nach Putinistan....

BMA
20.08.2010 14:27
Und was ist mit EINEM guten Grund?

Joseph EU
26.08.2010 21:49
Der Imperialist fragt nicht nach GUTEN ....

Gründen, welchen GUTEN Grund hatte RU in Georgien, Pässe zu verteilen+ die Georgier aus Südossetien und Abchasien vertreiben - nur einen , den imperialistischen...was in meinen Augen KEIN guter Grund ist.....
Können sie mir das Gejaule + Geschäume erklären aus Moskau - als Mihail Gimpu den Okkupationstag Moldawiens zum nationalen Trauertag machte ??? WIR WOLLEN UND WOLLTEN EUCH NICHT - weder wir Ukrainer, noch die Moldawier-nicht gestern, nicht heute, nicht morgen...und aus dem Kaukasus werdets ihr auch noch abhauen, vielleicht früher aber auf jeden Fall später, es ist nix mehr für euch zu holen...schade das sich dort leider statt Pest (Russ. Okkupanten)) jetzt Cholera ausbreitet (Wahabiten) ...aber ist auch direkt auf RU zurückzuführen

BMA
31.08.2010 20:45
Ihre Postings wurden aus irgend einem Grund nicht veröffentlicht, schade...Wo bleibt doch die freie Meinungsäußerung?

Aber ich werde mir trotzdem die Komentare ersparen. Es ist nutzlos gegen die Wand zu rennen - Gehirntransplantation ist nicht mein Gebiet!

BMA
26.08.2010 23:51
Okkupationstag Moldawiens

Ich bin etwas von Ihrer geschichtlichen Kurzsichtigkeit überrascht. Waren die Ungarn und Türken keine Okkupanten?
http://de.wikipedia.org/wiki/Mold... Geschichte

Aber nochmal, es gibt keinen Grund und auch keine Möglichkeit Moldawien mit Gewalt unter Kontrolle zu bringen.
Im Fall Georgiens war der Grund da und die Möglichkeit, und man hat es trotzdem nicht getan (Besetzung Georgiens / Sturz Saakaschwili). Warum wohl? Weil primitiv ausgedrückt: Nutzen - Null und nur Probleme (wirtschaftlich, politisch). Und bei Moldawien ist es genau so: so lang die Waffen schweigen ist alles ok.
Jeder hier im Forum hat Ihre Rusophobie mittlerweile mitgekriegt, aber Sie können Ihren Verfolgungwahn vom "bösen russischen Imperium" etwas beruhigen.

BMA
20.08.2010 14:21
Nach der letzten Volkszählung

sind 33% der Bevolkerung Transnistriens Moldawier. Irgend wie schaffen sie es mit den anderen Etnien in Frieden zu leben! Sonderbar, nicht war?
Transnistrien wurde als Industriegebiet von der ganzen SU aufgebaut und nicht von Moldawien allein. Kein Wunder also doss dort Russen und Ukrainer seit Generationen leben.
Die Töne aus Kischinev klingen in der letzten Zeit wieder nationalistisch. Also die Transnistrier haben die Ereignisse von 1991-1992 nicht verdrängt und verständlicherweise haben grund zu Sorge, denn als Bestandteil Moldawiens füllen sie sich schon lang nicht mehr.
Präzendenzfälle dieser Art (Kosovo, Abchasien, Süd Osetien) lassen auf weitere Entwicklung warten.

cremeflöte
19.08.2010 13:54
Restauration

Die mit besetzten Gebiete Moldawiens (wie auch Georgiens) sind als Teil des russischen staatskapitalistischen Imperialismus zu sehen - als Teil der Restauration des Sowjetreiches. Russland umgibt sich wie früher mit abhängigen Vasallenstaaten. Heutzutage nennt Moskau dies: prioritäre Einflusszone. Damit will man die Grenzen des sowjetischen Reiches so gut es geht wiederherstellen. Mangels ideologischer Grundlage, edler Werte oder Wohlstandsverheißungen, muss als einzige sinnstiftende Motivation dieses Unternehmnes die Gebietserweiterung an sich als Ziel herhalten. Gewaltsame Erweiterung um ihrer selbst Willen. Keine edlen Motive mehr. Wie sagte schon Medwedev: Schwache Staaten werden von der Landkarte verschwinden.

BMA
19.08.2010 18:56
Fortsetzung

Russland ist weder an Moldawien noch an Georgien nur irgend wie interessiert - arme, unterstützungsbedürftige Regionen gibt es in RF in Überfluss. So lange Frieden herrscht ist alles im Butter.

Und unter "schwachem Staat" hat Medwedev Russland gemeint. Sie haben den Satz aus dem Zusammenhang herausgerissen und den Sinn verdreht.

BMA
19.08.2010 18:49
Im 21 Jahrhundert

kann man die Einflussphäre mit militärischen Mitteln nicht erweitern (USA ist die einzige Ausnahme, für die keine Gesetze geschrieben sind). Heutzutage erweitert man die Einflusssphäre mit wirtschaftlichen Mitteln, siehe EU oder China. Die russische Elite ist aber daran nicht interessiert, sonst gäbe es keine Probleme mit am nächesten Verwandten Völkern (Staaten) - Ukraine und vor allem Belarus. Die Führung agiert eher wie Manager ohne Hauch einer Verantwortung den zukünftigen Generationen gegenüber als Staatsmänner.

Fortsetzung folgt...

cremeflöte
20.08.2010 09:55

Natürlich ist der Kreml an Georgien und Moldawien interessiert und betreibt einen gewaltigen finanziellen, logistischen, propagandistischen und nicht zuletzt militärischen Aufwand deswegen. Russland ist auch an Kirgisien oder Usbekistan (etc.) interessiert.

Medwedew meint selbstverständlich nicht nur Russland. Seine Aussage bzgl schwacher Staaten kann und muss allgemeinverbindlich verstanden werden. Moskau versucht, alles was sich nicht wehren kann, zum Vasall, zur "prioritären Einflusszone" zu machen.

Und was den Versuch angeht, die Grenzen des Sowjetreiches wieder herzustellen, beachte man ein weiteres Zitat, diesmal von IHM (Putin) höchstpersönlich:
"Der Untergang der Sowjetunion war die größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts"

BMA
20.08.2010 14:46
Wenn Sie schon zitieren, dann zitieren sie vollständig!

Eine halbe Wahrheit ist bekanntlich eine Lüge!

Übrigens, unter diesem nicht vollständigen Satz hätte ich persönlich unterschrieben!

Joseph EU
21.08.2010 09:49
Das ist natürlich richtig.............

das sie da unterschrieben hätten - sie hätten sicher ein schönes Platzerl ghabt im Terrorapparat.....

Joseph EU
20.08.2010 13:28
Na ja für Putin schon....

einerseits - andreseits - hätt ihn das Politbüro bis ganz nach oben kommen lassen ...den kleinen KGB-ler ???

Joseph EU
20.08.2010 09:29
Was hat..........

die russische Elite in der Ukraine und Belarus - zwei UNABHÄNGIGE Staaten - für Probleme zu haben ??? Es geht wohl ums herrschen - wie immer egal ob rote, weisse oder präsidentiale Zaren ....BTW...armes Land wenn es so eine Elite hat...

BMA
20.08.2010 14:48
Es sind Völker, die gemeinsame Wurzeln haben und genetisch 100% ident sind!

Aber das wollen Sie, oder können Sie nicht verstehen!

Joseph EU
21.08.2010 09:48
Ach da fällt mir noch ein...........

genetisch so ident wie Serben und Kroaten und Makedonier und Montenegriner - natürlich die Bosnier nicht zu vergessen...so identisch das man den Ukrainern und Weissrussen die eigenen Sprachen verbieten muss.....das man die Ukraine gewaltsam kolonialisieren muss....Katharina - "die grosse - spei"
mit dem Saporishsher Sich ???? Mazepa, etc....7 Millionen im Holodomor woll ma auch nicht vergessen...ach ich weiss - jetzt kommts das war ja ein Georgier - na ja so wie Hitler eigentlich Österreicher....komisch nur das der in SovietRU gross geworden ist...

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