2+1 Sommergespräche

"Auf den Staat können wir uns nicht verlassen"

18. August 2010, 17:52
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    Unternehmer Gerhard Hörhan würde freiwillig nur für das Schnellfahren mit seinem Aston Martin mehr zahlen.

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    Sozialminister Rudolf Hundstorfer ist dagegen weder reich, noch genießt er Luxus, er habe an materiellen Gütern aber auch kein Interesse, sagt er. Ihm gehe es um die soziale Symmetrie.

Sozialminister Hundstorfer würde gerne stärker auf das Vermögen von Unternehmer Hörhan zugreifen

Standard: Herr Hörhan, würden Sie sich als reich bezeichnen? Steht der Aston Martin vor der Tür?

Hörhan: Der Aston Martin steht in der Garage. Ich würde jemanden als reich bezeichnen, der vernünftig mit Geld umgehen kann und aus den Erträgen seines Vermögens gut leben kann, ohne arbeiten zu müssen.

Standard: Das könnten Sie?

Hörhan: Ja.

Standard: Und Sie, Herr Minister?

Hundstorfer: Ich nicht, nein. Davon bin ich weit entfernt.

Standard: Würden Sie Herrn Hörhan gerne stärker zur Kasse bitten? Mit einer Vermögenssteuer?

Hundstorfer: Ich kenne die wahren Vermögenswerte des Herrn Hörhan nicht, nehme aber an, dass er nicht zu den klassisch Armen zählt. Uns geht es um eine soziale Symmetrie. Wie gehen wir mit Stiftungen um, mit Möglichkeiten diverser Finanzgestaltungen? Da gibt es Menschen, die haben gar keine Chance, Menschen, die haben halt ein Einkommen, das unterliegt der Lohnsteuer, und es gibt Menschen, die haben die Möglichkeit einer gewissen Disponierung. Wir sind der Meinung, dass wir diesen Personenkreis stärker heranziehen sollten.

Standard: Das wird in der SPÖ mit Leidenschaft diskutiert.

Hundstorfer: Klar. Wir sind ja die Partei, die für soziale Gerechtigkeit eintritt. Natürlich ist das ein Thema mit Leidenschaft. Wir wollen mit der ÖVP jedenfalls auch über eine Erhöhung der Stiftungssteuer reden.

Standard: Haben Sie Verständnis dafür, dass man Sie zur Kasse bitten will?

Hörhan: Nein! Das ist gar keine gute Idee. Wenn Sie Leistungserbringer und jene Leute, die ohnedies schon die meisten Steuern bezahlen, noch mehr schröpfen, ist das schlichtweg ungerecht. Ich bezahle wesentlich mehr Steuern als die meisten anderen Leute, und zwar auf allen Ebenen. Körperschaftssteuer, Einkommenssteuer, Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer. Ich gehöre zu den besten Kunden des Finanzamts, und die will man noch mehr schröpfen. Die Ungerechtigkeit gibt es auf einer anderen Ebene auch noch: Jung gegen Alt. Soziale Gerechtigkeit würde bedeuten, dass Leute meiner Generation, und ich bin jetzt 34 und zahle sehr viel ins System ein, auch noch etwas herausbekommen. Ich fürchte, das wird nicht der Fall sein. Für jeden ÖBBler, der heute mit 55 in Pension geht, zahlen zwei Leute meines Alters ein. Nur wir selbst werden nichts bekommen.

Hundstorfer: Auch der Herr Hörhan wird noch etwas bekommen. Ich bin zutiefst überzeugt davon, dass es für die heute 30- und 40-Jährigen weiterhin eine Pension geben wird. Es gibt ja schon seit vielen Jahren neue Spielregeln, seit der Pensionsreform 2003. Dass eine Generation vorher höhere Pensionen hatte, ja, das stimmt. Aber wir haben rechtzeitig gegengesteuert. Ich nehme an, Sie werden immer Höchstbemessungsgrundlage einzahlen, das wünsch ich Ihnen jedenfalls, na, da werden Sie eben eine entsprechende Pension bekommen.

Standard: Braucht man eine private Pensionsvorsorge?

Hundstorfer: Ich persönlich glaube: nein. Außer es will jemand noch irgendetwas zusätzlich zu dieser staatlichen Pension zur Verfügung haben.

Standard: Können Sie sich vorstellen, mit der staatlichen Pension das Auslangen zu finden?

Hörhan: Nein. Der Staat, wenn er gut wirtschaftet, wird in 30 Jahren bestenfalls noch eine gewisse Mindestsicherung sicherstellen können. Aber nur mit einer privaten Vorsorge und einem Vermögen wird man im Alter gut versorgt sein.

Standard: Sie legen sich schon Geld zur Seite?

Hörhan: Natürlich. Man kann Versicherungen abschließen oder in Immobilien investieren, das ist besser. Aber man muss etwas machen, wenn man den Kindern eine gute Ausbildung garantieren oder im Krankenhaus überhaupt noch behandelt werden will. In manchen europäischen Staaten gibt es bereits Studien, wie viel Pension sich der Staat erspart, weil das Gesundheitssystem so schlecht ist, dass die Leute früher sterben.

Hundstorfer: Seien Sie doch Optimist! Sie müssen doch sehen, dass wir alles daran setzen, diese Absicherung durch den Staat zu garantieren. Es gibt Leute, die müssen mit der Pension auskommen, weil sie gar nicht die Möglichkeit haben, nebenbei noch Geld zu verdienen und sich etwas anzusparen. Aber es wird weiterhin die Grundabsicherung der Pension geben. Und man wird im Alltag gut leben können.

Standard: Gibt es etwas, wo Sie sich vorstellen können, etwas beizutragen, um die Kluft zwischen Arm und Reich zu überbrücken?

Hörhan: Ich setze mich dafür ein, dass Leute in ökonomischen Fragen ausgebildet werden, dass sie auch selbst entscheiden können und wissen, wie sie für ihre Gesundheit, für ihre Kinder und ihre Eltern vorsorgen können. Auf den Staat können wir uns nicht verlassen, da bin ich zu sehr Realist.

Standard: Und was würden Sie freiwillig geben?

Hörhan: Man sollte steuerlich auf der ökologischen Seite etwas tun. Ich bin ein begeisterter Autofahrer, und ich fahre gern schnell. Trotzdem würde ich sagen: Erhöhen Sie den Benzinpreis. Und von mir aus führen Sie eine Vignette fürs Schnellfahren ein, die kostet eben entsprechend. Dann zahle ich um einiges mehr.

Standard: Wird es eine Erhöhung der Mineralölsteuer geben?

Hundstorfer: Das hat die ÖVP vorgebracht, aber das ist nicht unser präferiertes Thema. Wir wollen an den Massensteuern nicht drehen.

Standard: Was ist Luxus für Sie?

Hundstorfer: So zu leben, dass ich nicht nachdenken muss, ob ich meinen täglichen Lebensunterhalt bestreiten kann.

Standard: Als Politiker sind Sie aber hauptsächlich am Arbeiten.

Hundstorfer: Ja, den Luxus der Zeit habe ich nicht, aber mir macht die Arbeit sehr viel Spaß. Luxus im materiellen Bereich ist mir ehrlich gesagt fremd.

Standard: Was ist Luxus für Sie?

Hörhan: Vor allem die Freiheit, das zu tun, was mir Spaß macht, und Dinge zum Positiven bewegen zu können. Wie der Minister arbeite ich sehr gern. Es ist sicher so, dass ich nicht schlecht lebe und vielleicht einen Spleen habe und gerne schnelle Autos fahre. Aber ich versuche, immer am Boden zu bleiben.

Standard: Wie legen Sie Ihr Geld an? Bausparvertrag?

Hundstorfer: Traditionell: Bausparen und Lebensversicherung.

Hörhan: Ich halte von Lebensversicherungen wenig. Ich investiere in Immobilien mit entsprechend hoher Rendite, wie es sie in Deutschland gibt. Ich investiere auch in Aktien, die über einen langjährigen Schnitt Erfolg haben. Und wir haben direkte Firmenbeteiligungen.

Standard: Herr Minister, was ist das Teuerste, das Sie besitzen?

Hundstorfer: Ich besaß einmal ein schönes Grundstück in Stammersdorf - das gehört jetzt meiner Tochter.

Hörhan: Bei mir sind es vermutlich meine Immobilien in Deutschland und meine Firmenbeteiligungen. Was ich nütze, sind meine Sportautos.

Hundstorfer: Na jetzt raus damit, welche haben Sie denn?

Hörhan: Einen Audi RS6, den habe ich gebraucht gekauft, und einen Aston Martin, den habe ich aus einem Leasingeinzug gekauft.

Standard: Fast bieder.

Hörhan: Ja. Wie gesagt, meine Mission ist eher, dass man durch sein Vermögen die Freiheit hat, zu gestalten und sich seine Zeit frei einzuteilen. Ich verprasse nichts.

Standard: Sie bewegen sich beruflich fast schon in einem kriminellen Umfeld. Zwei bekannte Bankmanager sitzen in U-Haft. Haben Sie keine Angst, auf die schiefe Bahn zu kommen?

Hörhan: Was gefälschte Bankbilanzen betrifft, kann der Minister sicher besser Auskunft geben. Aber Sie haben es sehr erfolgreich geschafft, eine relativ marode Bank zu einem sehr hohen Preis an einen amerikanischen Hedgefonds zu verkaufen, dazu muss ich Ihnen gratulieren.

Hundstorfer: Danke.

Hörhan: Das Geschäft, das wir betreiben, ist etwas anders. Langfristig kann man als Unternehmer nur erfolgreich sein, wenn man ehrlich ist und sein Wort hält.

Hundstorfer: Themen wie Bilanzfälschung tun einer Bank nie gut.

Standard: Bei Wolfgang Kulterer steht sogar der Verdacht im Raum, er sei Mitglied einer kriminellen Vereinigung.

Hundstorfer: Ich bin froh, dass das Ganze einmal aufgearbeitet wird. Die Frage der kroatischen Connection der Hypo-Alpe Adria ist schon lange ein Thema. Es ist ein sehr komplexes Thema, und ich weiß, wovon ich rede. Bei der Bawag haben wir auch sehr lange gebraucht, bis die Ermittlungsbehörden wirklich hinter alle Dinge gekommen sind, die letztendlich zu dem Prozess und diesen Urteilen geführt haben - die immer noch nicht alle rechtskräftig sind. Das hat alles lange gebraucht, weil viele Gestaltungsmöglichkeiten bestehen. Der Ruf der Banken hat sicher massiv gelitten.

Standard: Nie wieder eine Bank, Herr Minister?

Hundstorfer: Nein, sicher nicht. (Michael Völker, DER STANDARD, Printausgabe, 19.8.2010)

GERALD HÖRHAN (34) ist Investment-Banker, Vorstand und Eigentümer eines international tätigen Corporate-Finance-Unternehmens (Pallas Capital). Trotz seines Alters verfügt er über mehr als zehn Jahre Erfahrung in Investmentbanking, Corporate Finance, Private Equity und Alternative Instruments. 2010 hat er das Buch Investment Punk veröffentlicht: "Warum ihr schuftet und wir reichen werden." Hörhan hat in Harvard Studien in angewandter Mathematik und Betriebswirtschaft magna cum laude abgeschlossen.

RUDOLF HUNDSTORFER (58) ist seit Dezember 2008 Sozialminister, er wurde von Werner Faymann in die Regierung geholt. Der Sozialdemokrat war von 2006 an, erst interimistisch nach dem Rücktritt von Fritz Verzetnitsch, Präsident des ÖGB. Von 1990 bis 2007 war Hundstorfer Mitglied des Wiener Landtages, von 1995 bis 2007 Vorsitzender des Wiener Gemeinderates. Nebenbei war er immer in der Gewerkschaft tätig, auch als Vorsitzender der Gemeindebediensteten. Hundstorfer ist verheiratet und hat drei Kinder.

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Posting 1 bis 25 von 274
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Christine P.
 
01
28.8.2010, 13:44
Wenn die sogenannten Leistungsträger jammern,

dass sie ohnehin mehr Steuern bezahlen als Otto Normalverbraucher - der ihre angeblichen Leistungen meist erst möglich macht - dann vergessen sie zu erwähnen, dass sie vom Staat besondere Mehrleistungen in Anspruch nehmen. Einige Beispiele: Sie fahren mehr und teurere Autos, brauchen daher mehr bestens ausgebaute Straßen bis hinein ins Villenviertel. Sie reisen mehr per Privatjet, Yacht etc brauchen daher mehr Infrastruktur und öffentliches Personal. Ihre Sicherheit ist gefährdeter, sie brauchen daher mehr Bewachung. Sie besitzen Seegrundstücke zur Alleinbenutzung, für die Reinhaltung des Wassers zahlt die Allgemeinheit. Selbst wenn sie als Privatpatient in eine Privatklinik gehen, wurde das Personal auf unsere Kosten ausgebildet usw. usw.

Schreck
44
22.8.2010, 19:09

"Natürlich. Man kann Versicherungen abschließen oder in Immobilien investieren, das ist besser."

Man kann nicht. Das arrogante, abgehobene Spekulationsbubi kann.
Genau das ist was falsch läuft in dieser Welt.

johannes mayer1
12
22.8.2010, 11:43
Rudolf Hundsdorfer - schwach und zahm wie immer

Ich vermisse einen Frontalangriff von ihm auf die Spekulanten, sie tragen zum Wohlstand der Gesellschaft nichts bei, ganz im Gegenteil. Sie vermehren ihren eigenen Wohlstand auf Kosten der Allgemeinheit!!! Rudolfs Hundsdorfer ist ein echter wischi-waschi Sozialdemokrat!!! Ich vermisse von ihm einen Frontalangriff auf die Finanzmärkte, von denen ging die Finanzkrise aus. Selbst eine nahmhafte Expertin hat in einem Ö1 Journal gesagt, dass auf den Finanzmärkten Lug und Trug herrschen. Über die Ursachen der Finanzkrise sagt der Hundsdorfer überhaupt nix!! Er wagt es nicht, den Hörhahn darauf anzusprechen. Es ist zum Speib`n, was wir Österreicher vorne an der Spitze für Idioten haben!! Oder sind die Österreicher zu einem Idiotenvolk verblödet?

Cuchullain
01
21.8.2010, 21:52
"Wir wollen mit der ÖVP jedenfalls auch über eine Erhöhung der Stiftungssteuer reden."

Mit der ÖVP?? HaHa!
Wieviele Stiftungen besitzt eigentlich die Kirche???

Josef Hehenberger
10
25.8.2010, 14:26

na, vielleicht weiß der voves, wie man es macht, die steuer am staat vorbeizuschleusen.
bei den sozis wird wein getrunken und wasser gepredigt.

Hafner
23
21.8.2010, 06:58
So was verlogenes ...

... hat ein Ministereinkommen und tut so, als ob er ein kleines Würmchen ist (Lebensversicherung und Bausparen).
Aber als Sozialist muss er ja nach außen hin so tun.

Comedian
22
20.8.2010, 23:15
Verwunderlich, dass sich Hundsdorfer von diesem Glücksritter beleidigen lässt.

sognidgscheit
 
00
21.8.2010, 22:48
Glücksritter?

AlexArnauld
 
11
20.8.2010, 22:37
Die wundersame Herstellung eines Aston Martins

"Der Aston Martin steht in der Garage. Ich würde jemanden als reich bezeichnen, der vernünftig mit Geld umgehen kann und aus den Erträgen seines Vermögens gut leben kann, ohne arbeiten zu müssen."

Um 5 Uhr zur Arbeit gehen, bis 14 Uhr in der Fabrikshalle dieselbe eintönige Arbeit verrichten. Mit der Schichtzulage (Früh-Nachmittags oder Nachtschicht, je nach Einteilung) knappe 1600 Euro netto verdienen. Und das wenns gut geht 10 Jahre lang (je nach Wirtschaftslage). Ja, so wird ein Aston Martin gebaut.
Wenn der/die ArbeiterIn vernünftig mit Geld umgeht, nebst Familie und Wohnung bzw. Eigenheim, kann er/sich jährlich einen Urlaub leisten. Fine.

Foromat
00
23.8.2010, 12:16

er könnte sich aber auch weiterbilden am nachmittag und beruflich umsatteln (statt dem urlaub).

das problem ist, dass es immer einen unterschied zwischen den wiffen und den weniger wiffen geben wird.

Die frage ist natürlich ob jeder einen Aston Martin benötigt. ....

AlexArnauld
 
01
23.8.2010, 20:18

was heißt wiff?? - ob und wie am besten geld gemacht wird?

es muss immer menschen geben, die den aston martin zusammenschrauben. - sonst gibs keinen...

diese leute sind das rückgrat einer funktionierenden gesellschaft, ohne diese gibt es keine sozialen aufsteiger vom schlage Hörhan.
Egal ob nun Fabriksarbeiter oder Spekulant, beide wissen ebenso wenig von Freiheit, als das der eine seinem Schicksal entfliehen könnte, oder der andere es wollen täte, frei nach Hegel.

L.B.
05
20.8.2010, 13:43
Spekulation ist keine Leistung

Wenn ich "Leistungserbringer" in dem Zusammenhang höre, wird mir schlecht. Spekulation ist keine Leistung, sie schafft nämlich keine Werte, sie verteilt sie nur um. Dass Profis dabei geschickter sind als Privatanleger ändert nichts daran, dass sie nichts leisten. Jede Putzfrau leistet mehr, denn danach ist das Häusl sauber, ein Wert wurde geschaffen. Ein Vermögen zu besitzen, zB durch Erbe, ist auch keine Leistung.

De schdadisdig is a hund
01
20.8.2010, 13:37
"... versuche immer, am Boden zu bleiben"

Keine Kunst, ethisch isser eh schon da

lord sinclair
15
20.8.2010, 13:30
ich hab den fehler gemacht

und sein investment punk "buch" gelesen. das kompedium von gut 200 seiten liest man in ca. 2h durch...auf so einem niveau ist das geschrieben. folglich schätze ich hr. hörhans niveau auch ein...trotz seines magna cum laude abschlusses...

außerdem verschweigt er geflissentlich, daß er durch michael "mike" lielacher an die meisten seiner geschäfte geraten ist. und was von mike zu halten ist, wissen hoffentlich die meisten...

fazit: ein trittbrettfahrer der glück gehabt hat - nix weiter. dann so einen sch**s zu palavern fällt nicht mehr schwer...

KomaPoster
20
20.8.2010, 17:44
Neidig? Oder bloß zu Intelligent um reich zu sein?

Loxoceles
01
20.8.2010, 16:17

Ich habe mir das Buch absichtlich nicht zugelegt. Bei einem Werk dieser Art mit solcher Bewerbung verdienen hauptsächlich Autor und Verlag. Der Leser hat üblicherweise wenig bis gar nichts davon - nur ein paar Euro weniger.

-e-
01
20.8.2010, 11:24
Hörhan&Co müssen angemessene Vermögenssteuern zahlen! Warum? Um den Vampirismus der Finanzwelt zu stoppen!

Verursacher der Sozialkrise sind u.a. Spekulationen mit viel zu hohen Anreizen, Boni und Renditen um 20%. Die Realwirtschaft kommt mit rund 5% Wachstum hier aber nicht nach. Realwirtschaft schaffen nur die, die für ihr Geld hart arbeiten müssen und nicht nur ihr Geld gegen uns arbeiten lassen. Das bedeutet dass für die fehlenden 15 % durch diesen Schwindel gefährliche Blasen entstehen, Bankenrettungspakte nötig werden und mit Preissteigerungen bei Rohstoffen von der Allgemeinheit bezahlt werden müssen- wodurch diese immer mehr verarmt. Durch diese schäbige Umverteilung von unten nach oben entsteht ein gewaltiger sozialer Schaden, der nur durch reale Vermögensbesteuerung und fairere EU-Regeln am Finanzmarkt wieder ausgeglichen werden kann!

Freigeistin1
21
20.8.2010, 11:19

Man kann eben nur verteilen, was man hat.

Freigeistin1
21
20.8.2010, 11:08

Wer verlässt sich bitte schon auf "den Staat"?
Schlimm genug wenn wir die höchsten Zwangsabgaben haben, jetzt will sich "der Staat" auch noch in private Angelegenheiten (zB Familie - Aufteilung der Hausarbeit, Karenz, ect.) einmischen :-(

the troll with no name
01
20.8.2010, 16:27

die (nahezu) höchsten abgaben haben wir aber nur bei der besteuerung von arbeitsleistung, bei erträgen aus vermögen sind wir bei den schlusslichtern.

Freigeistin1
10
20.8.2010, 16:36

Naja, 25% sind auch nicht wenig - aber selbstverständlich gehören die ESt. sehr wohl gesenkt - aber auch keine neuen Kapitalsteuern - dies trifft nämlich sowieso nur die Falschen (zB Mieter, Arbeitnehmer ...).

desperate wife without house
00
20.8.2010, 02:11

eigentlich traurig, wenn einem so ein typ wie der herr hörhan sagen muss, dass man nur wenn man reich ist seine freiheit hat ... und dass er irgendwie recht zu haben scheint ...

also dann ...
00
19.8.2010, 23:17
k r u g m a n - NY-times : amerika goes dark . . .

A large part of our political class shows its priorities:
- asking the richest 2 percent or so ...to go back to paying the tax rates (like in the Clinton-era),
- or allowing the nation...to crumble

And what about the economy’s future?
Everything we know about economic growth says that a well-educated population and high-quality infrastructure are crucial.
Yet in America we’re going backward.

How did we get to this point?
It’s the logical consequence of three decades...
of ANTI-GOVERNMENT rhetoric, that has convinced many voters ... that the public sector can’t do anything right.

America is now on the unlit,
unpaved road to nowhere

http://www.nytimes.com/2010/08/0... .html?_r=1

also dann ...
02
19.8.2010, 23:06
zur sache : die APOKALYPSE ... der USA ! eine IRR-geleitete ...wi-politk seit 30 jahren ! die ursachen sind…

1. papiergeld ohne deckung (kündigung bretton-woods d. nixon). friedman`s modell (freie wechsel-kurse) wurde auf drastische art widerlegt
= 8 trillion $ hdls.defizit seit 1971
2. staatsschulden
stiegen v.(1971) 49 % des BIP (425 mrd $)
auf 18.000 mrd = 120 % des BIP (inkl. bd.staaten)
republik. c r e d o:
st.schulden kein problem, so lange durch steuer-senkungen finanziert- trozden SANKEN die investitionen!
abg.quote (gov.ebene):15%d.BIP
3. finanzsektors :
bil.summe 500 mrd (1971) auf 30.000 bill = das 2fache BIP, durch staatsgarantien auf die einlagen + fiat-money.
4. DE-industrialisierung : vernichtung von 11 mio jobs - in 10 jahren !
2002-06 : 2/3 des BIP ging an das oberste 1 % !
----
das ende eines gesellschafts-modells...

also dann ...
02
19.8.2010, 23:08
and - WHO ... the hell is hörhan ? ? ?

seine aussagen sind ja an einfältigkeit...
nicht mehr zu unterbieten,.

http://www.nytimes.com/2010/08/0... wanted=all

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