102 Mitarbeiter von Hilfsorganisationen getötet

18. August 2010, 18:17
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Genf - Im vergangenen Jahr wurden auf der Welt 102 Mitarbeiter humanitärer Hilfsorganisationen bei Einsätzen getötet. Das teilten die Vereinten Nationen am Mittwoch anlässlich des Welttags der humanitären Hilfe mit. Mit dem Welttag erinnern die Vereinten Nationen an diesem Donnerstag an die Helfer, die während ihres Einsatzes ihr Leben verloren haben.

Der Tag geht zurück auf einen Anschlag auf das UN-Hauptquartier in der irakischen Hauptstadt Bagdad am 19. August 2003. Damals starben 22 Menschen, unter ihnen der frühere UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Sergio Vieira de Mello.

Nach Angaben des Kinderhilfswerks UNICEF wird Nothilfe vor allem aufgrund zunehmender Naturkatastrophen in den vergangenen 20 Jahren immer notwendiger. Vor allem die Zahl von Überflutungen und Dürren nimmt zu. UNICEF hat im vergangenen Jahr in mehr als 200 Notsituationen Hilfe geleistet - rund die Hälfte davon war bedingt durch Naturkatastrophen.

Zugleich sind die Gefahren für humanitäre Helfer in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich gestiegen. Allein im vergangenen Jahr wurden 278 Mitarbeiter von Hilfsorganisationen im Einsatz getötet, entführt oder bei Überfällen schwer verletzt. Damit hat sich die Zahl der Opfer seit 1999 vervierfacht. (APA)

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