Rot-weiß-rote Duelle

18. August 2010, 16:57
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Es wird in der Bundesliga nur so wimmeln - Alaba, Prödl, Pogatetz, Ivanschitz, Arnautovic und Co. kämpfen bei 10 verschiedenen Clubs um Einsatzzeit

Wien - In der am Freitag beginnenden deutschen Fußball-Bundesliga wird es vor Duellen von Österreicher-Clubs nur so wimmeln. Dafür garantieren 15 ÖFB-Legionäre bei 10 verschiedenen Clubs. Alleine in der ersten Runde sind es vier, nämlich Hoffenheim gegen Werder Bremen, Mönchengladbach gegen Nürnberg, Hannover gegen Eintracht Frankfurt und Mainz gegen VfB Stuttgart. Wie viele Österreicher sich dann auch wirklich auf dem Rasen begegnen, sprich einen Platz in der Mannschaft erobern werden, ist hingegen noch offen.

Den prominentesten Arbeitgeber hat nach wie vor David Alaba, der mit Bayern München als Double-Gewinner und Champions-League-Finalist in die Saison geht. Der 18-jährige Shootingstar der vergangenen Saison hofft, noch mehr ins Team von Trainer Louis van Gaal hineinzuwachsen. "Natürlich werde ich versuchen, in der Kampfmannschaft Fuß zu fassen und zu mehr Einsatzminuten zu kommen. Es wird sicher nicht einfach, es gibt sehr viele Konkurrenten in der Mannschaft. Aber ich werde in jedem einzelnen Training mein Bestes geben und auf meine Chance warten", meinte Alaba.

Ähnliche Ziele haben natürlich auch Sebastian Prödl und der in Deutschland in Windeseile bekanntgewordene Marko Arnautovic bei Werder Bremen. Prödl hat aufgrund der Knieverletzung von Naldo gute Chancen auf einen einsatzreichen Saisonstart, Arnautovic dürfte zunächst von Trainer Thomas Schaaf die Joker-Rolle zugedacht sein. "Arnautovic kann Ausgezeichnetes leisten, aber er muss das auch zutage fördern", meinte Schaaf über Arnautovic, der in seinen ersten Wochen in Bremen sehr schnell zu einem gefundenen Fressen für die deutsche Boulevard-Presse wurde.

Pogatetz in Hannover gesetzt

Emanuel Pogatetz wechselte von Middlesbrough nach Hannover, hat dort gute Chancen auf einen Stammplatz in der Innenverteidigung und will sich mit aller Kraft gegen einen Abstieg stemmen. "Es wird auf keinen Fall eine leichte Saison. Unser klares Ziel ist in erster Linie, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Ich glaube, dass uns das auch gelingen wird. Aber um den Titel werden wir wohl auch nicht mitspielen", meinte der Teamverteidiger, der sich auf zahlreiche Treffen mit Landsleuten freut: "Das ist etwas Besonders. Es wäre toll, wenn wir so viele Österreicher-Duelle wie möglich haben."

Bei Mainz hat der von Bochum geholte Christian Fuchs gute Karten auf der linken Abwehrseite. "Eine junge, spielstarke Mannschaft mit großen Potenzial. Es macht sehr viel Spaß in Mainz", meinte Fuchs über seinen neuen Arbeitgeber. Andreas Ivanschitz will sich im Mittelfeld der Mainzer einen Platz erkämpfen, eventuell auf der linken Außenbahn direkt vor Fuchs. "Der Trainer (Thomas Tuchel, Anm.) hat die Idee mit mir über links, ich werde Gas geben", erklärte der ehemalige ÖFB-Teamcaptain.

Wie in Mainz stehen auch in Hoffenheim zwei Österreicher unter Vertrag: Tormann Ramazan Özcan und Verteidiger Andreas Ibertsberger. Sie machen sich ebenso Hoffnungen auf Einsatzminuten wie Martin Harnik beim VfB Stuttgart, Ümit Korkmaz bei Eintracht Frankfurt, Rubin Okotie bei Nürnberg, Bernhard Janeczek bei Mönchengladbach sowie das österreichische Kaiserslautern-Trio Marco Knaller, Clemens Walch und Erwin Hoffer. "Wenn ich meine Leistung bringe, dann werde ich meine Chancen bekommen. Ich will dem Verein mit Toren helfen", ist sich Hoffer sicher. Sein erstes Pflichtspiel war ein voller Erfolg, im Cup schoss er seinen neuen Verein in Osnabrück mit zwei Joker-Toren zum 3:2-Sieg nach Verlängerung. (APA)

  • Arnautovic und Prödl müssen sich bei Werder beweisen.
    foto: apn photo/ hans punz

    Arnautovic und Prödl müssen sich bei Werder beweisen.

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