Pilz macht Ameise zu Zombie

18. August 2010, 16:09
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    foto: plos one/david hughes

    Das Ende der Zombieameise: Der Pilz sprießt aus dem Kopf des manipulierten Opfers.

Von Harvard-Forscher entdecktes Phänomen hat lange Vorgeschichte: Bizarre Parasitenpraxis existiert seit 48 Millionen Jahren

London - Wie der grausame Trick genau funktioniert, hat die Wissenschaft noch nicht verstanden. Und obwohl er bereits seit mindestens 48 Millionen Jahren erfolgreich praktiziert wird, sind Biologen erst im Vorjahr auf diese äußerst perfide Form des Parasitismus draufgekommen, die eher nach einer Schauergeschichte klingt als nach Wissenschaft. Es ist nämlich so, dass es einen Pilz namens Ophiocordyceps gibt, der Ameisen der Art Camponotus leonardi infiziert - und die Tiere zu willenlosen Geschöpfen umfunktioniert, die sich ihm opfern. Klingt verrückt, ist aber so. 

Diese Ameisen bauen sich im Dschungel Thailands in rund 15 Metern Höhe ihre Nester, was dem Pilz gar nicht recht ist. Damit der sich entwickeln kann, braucht er nämlich konstante Luftfeuchtigkeit und Temperaturen, wie sie knapp über dem Boden herrschen. Also manipuliert der Pilz infizierte Ameisen so, dass sie in ihren letzten Stunden einen weiten Weg zurücklegen, wie David Hughes von der Harvard-Universität im Vorjahr gemeinsam mit Kollegen herausgefunden hat ("The American Naturalist", Bd. 174): Die schon halb zerfressenen Tiere beißen sich an einer Ader an der Blattunterseite in etwa 25 Zentimetern Höhe über dem Erdboden fest. Gleich danach durchdringen die Zellfäden des Pilzes den Ameisenkörper. Schließlich sprießt aus dem Kopf des toten Ameisenzombies ein stielförmiger Fruchtkörper, der Millionen von Pilzsporen freisetzt.

Nun haben die Forscher um Hughes in einer Bilddatenbank ein Blatt mit dem charakteristischen Todesbiss der Ameise entdeckt. Das besondere daran: das aus dem deutschen Ort Messel stammende Blatt ist 48 Millionen Jahre alt, wie die Forscher in den "Biology Letters" der Royal Society schreiben. Für Hughes ist es "das erste Beispiel für Verhaltensmanipulation - und wohl das älteste, das man finden kann." (Klaus Taschwer/DER STANDARD, Printausgabe, 19. 8. 2010) 

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 92
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Durch Blick
10
22.8.2010, 09:51

Als ob's verheiratet wären...

Kristof Grabmayer
10
20.8.2010, 13:54

eieiei...
"Es ist nämlich so, dass"
"was dem Pilz gar nicht recht ist"
etc.

dazu noch eine Struktur zum Grausen..

I tat das umschreiben und nochmal posten, so wird das nix mit der positiven Note...

alexlol
01
20.8.2010, 17:59

wenn man den ganzen tag journals überfliegt, übernimmt man bissl die englische satzbildung, kennt jeder der das selber machen muss. cut the guy some slack

rotpeter
 
01
20.8.2010, 14:15

es fehlt nur noch ein "ob du 's glaubst oder nicht..." und man könnte den artikel an den anfang eines brenner-romans setzen ;D

hmm..
00
1.11.2010, 00:05
wollt grad sagen..

..glaub der ersteller hat in letzter zeit viel haas gelesen (spreche da aus erfahrung :)

Naeich
 
012
20.8.2010, 11:42
Gibts beim Menschen auch ...

die sind meist mit Hund oder Katze befallen und trotten wie willenlose Zombies in den Supermarkt um Dosenfutter und Katzenstreu zu besorgen oder im Falle von Hunden trotten sie hinter den Parasiten her um ihnen beim Stuhlgang zuzusehen.
Ausserdem ist das Gehirn des Wirts so manipuliert dass er oft seinen Parasiten als wichtiger als andere Menschen oder Kinder einstuft.

Irgendwie gruselig.

Pannonia Jack
00
19.8.2010, 21:57

Das erinnert mich an die Akte X-Folge, die momentan auf Tele 5 läuft!

Advaita0
00
19.8.2010, 19:03
viele Parasiten im Menschen steuern dessen Verhalten

z.B. hat man bei übermäßigem Befall von Candida Albicans immer auch Hunger auf das was ihn nährt, Süßigkeiten, Kohlehydrate und Alkohol :-)

birka
01
19.8.2010, 22:34

"ich bin kein fetter Alkoholiker, ich hab Candida!"

Andreas Schmidt
00
19.8.2010, 18:57
Der Wappler tut sich selber weh, indem er sich den Kopf an die Mauer haut

Aha! Hab ich dann diesen Pilz auch gegessen?

Linek Karl
 
00
19.8.2010, 18:09
Husten

Krankheitserreger, die durch Tröpfcheninfektion übertragen werden, verursachen oft auch Husten. Durch dieses manipulierte Verhalten, können sie sich schneller fortpflanzen.

Diese Verhalten - wie auch das von den Vorpostern erwähnte Vogel-Stier-Beispiel - ist jedoch indirekte Manipulation: Der Körper empfängt Reize, welche zu einem parasitenfreundlichen Verhalten führen. Die direkte Manipulation des Gehirns ist eine ganz andere Klasse und gleichzeitig eine Horrorvision.

Ich bin Brian
12
19.8.2010, 15:27
Der Peter Pilz

was sich der immer einfallen lässt...

Telejazza
07
19.8.2010, 15:12
Gibt's auch beim Menschen

Zuerst zwingt der Pilz den Menschen dazu, Politiker oder Spitzenmanager zu werden, dann dazu Geld aus dubiosen Kanälen anzunehmen, nach Lichtenstein zu fahren, ein Konto zu eröffnen und dort die Gelder zu deponieren. Wird dann das Geld verzockt, löscht der Pilz sämtliche Erinnerungen daran, oder zwingt den Menschen, die Schuld auf andere abzuwälzen. Das Hirn wird dabei so in Mitleidenschaft gezogen, dass Gerichte dem Befallenen bescheinigen, die Folgen der eigenen Handlungen nicht mehr einschätzen zu können. Der Vorteil für den Pilz: Befallene werden vom Justizministerium unter Artenschutz gestellt. Somit lassen sich immer mehr Wirte freiwillig befallen. Für jene, die sich nicht befallen lassen, wurde eine Unschuldsverdummung ausgesprochen.

Schrumpfschlauch
00
19.8.2010, 14:43
48 Millionen Jahre Unterhaltsrecht.

uncle sam3
01
19.8.2010, 13:56
bei

menschen heißt die krankheit: gaga.

Großer Böser
 
02
19.8.2010, 12:28
Volksschulaufsatz...

Matador
 
00
19.8.2010, 13:44
ja grauenvoll!

ein stilistischer albtraum, und von der wissenschaftlichen präzision her offenbar für 8jährige geschrieben.

ironSunrise
 
00
19.8.2010, 19:38

Dem kann ich nur zustimmen!

Meerjungfraumann und Blaubarschbube
06
19.8.2010, 12:26
dieser parasitismus kommt auch bei säugetieren vor:

der in peru beheimatete haubenzischer (eine kolibri art) legt seine eier in den after von männlichen büffeln. nachdem die jungen (1-2) geschlüpft sind, ernähren sie sich von der dickdarmausscheidung, wobei sie die darmwand verletzen. durch den schmerz legt der befallene büffel weite wege zurück und sorgt so für die verbreitung der brutvögel. in adultem stadium verlassen die vögel den verletzten dickdarm.

whei
00
6.12.2011, 16:40

Haben Sie vielleicht eine Quelle? Ein Paper wär mir ja am liebsten, dann kann ich das online lesen :)

W_O_L_F_G_A_N_G
03
19.8.2010, 14:08

Sie haben vergessen zu erwähnen, dass die Vögel den Büffel nur bei starkem Regen verlassen können, da sie sonst an der Sonne zu einem Klumpen erstarren und die Flugfähigkeit für immer verlieren, womit ihre Überlebenschancen auf Null fallen würden.

Meerjungfraumann und Blaubarschbube
00
19.8.2010, 14:55
sorry, ja natürlich!

Und jedem seine eigene Busspur
02
19.8.2010, 12:07
Syphilisbakterien

stehen auch unter Verdacht den Menschen zu manipulieren um die eigene Verbreitung zu gewährleisten...

gnu1
02
19.8.2010, 11:47
Hirnwurm

Ameisen haben es echt nicht leicht, die werden gelegetlich auch von Würmern ferngesteuert:
http://diewahrheit.at/video/der... -leberegel

Heilige Hostie
012
19.8.2010, 10:19
für den pilz

gilt die unschuldsvermtung.

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