Puppenhersteller wirft Mattel Spionage vor

18. August 2010, 15:06
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Neuer Rechtsstreit nach Wirbel um angebliche Barbie-Imitate - Prozess beginnt im Jänner vor kalifornischem Gericht

New York - Nach juristischem Wirbel um seine Barbie-Puppen ist der US-Konzern Mattel erneut in einen heftigen Rechtsstreit mit einem Konkurrenten verwickelt. Der Rivale MGA Entertainment wirft Mattel nun Spionage vor, wie das "Wall Street Journal" (WSJ) vom Mittwoch unter Berufung auf Justizdokumente berichtete. Mattel versuche seit mehr als 15 Jahren, seine Konkurrenten auszuspionieren, zitierte das Blatt aus den Unterlagen.

Mattel-Beschäftigte seien mit gefälschten Ausweisen sowohl auf das MGA-Betriebsgelände als auch auf das Gelände des Spielzeugherstellers Hasbro vorgedrungen und hätten Produkte fotografiert. Der Prozess wird dem Bericht zufolge im Jänner vor einem kalifornischen Gerichtshof stattfinden.

In einem früheren Prozess hatte die US-Justiz im Jahr 2008 Mattel Recht gegeben. Mattel behauptete damals, MGA habe sich von Barbie inspirieren lassen, um ihre eigene Puppe Bratz im Jahr 2001 auf den Markt zu bringen. Ein Berufungsgericht hat dieses Urteil im Juli jedoch gekippt. MGA Entertainment ist mit der Puppe Bratz inzwischen stärkster Konkurrent von Barbie geworden. (APA)

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