Post meldet 52 Ämter zur Schließung an

18. August 2010, 14:33
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300 Filialen stehen heuer noch vor dem Aus, die meisten entfallen auf Niederösterreich, gefolgt von der Steiermark und Oberösterreich

Wien - Die Österreichische Post hat 52 weitere Postämter zur Schließung angemeldet. Sie sind Teil der 300 Ämter, die heuer noch in Post-Partner umgewandelt werden sollen. Der Löwenanteil entfällt auf Niederösterreich mit zwölf Schließungen, gefolgt von der Steiermark mit elf Ämtern. In Oberösterreich sollen neun Postämter zusperren, im Burgenland sieben, in Kärnten sechs, in Tirol ebenfalls sechs und in Vorarlberg ein Amt.

Dass die Ämter tatsächlich zusperren, ist aber noch offen. Nun beginnt ein dreimonatiger Beratungsprozess mit den Bürgermeistern, denen die Post die Unrentabilität des Amtes belegen muss. Das letzte Wort hat dann die Post-Regulierungsbehörde. Die börsenotierte teilstaatliche Post hat jedenfalls zugesagt, kein Amt zu sperren, solange kein Post-Partner vorhanden ist. Mit Ende Juni 2010 verfügte die Post über 1.807 Geschäftsstellen, 756 davon werden durch Partner geführt.

Kritik

Kritik am Ergebnis der Gespräche zwischen Postmanagement und dem Tiroler Landehauptmann Günther Platter anlässlich weiterer Postämterschließungen hat unterdessen Bürgerforum-Chef LAbg. Fritz Dinkhauser geübt. "Worüber jetzt noch verhandelt wird, ist nicht mehr als ein Rumpfbestand, ein letzter Rest von noch offenen Postämtern. Da brennt das Haus und ist zur Hälfte schon abgebrannt und Platter lädt den Brandstifter zum Gespräch. Voller Einsatz und überzeugter Kampf schauen anders aus", meinte Dinkhauser.

Für ihn sei Platter "ohne Gipfelsieg" geblieben. Kein in Tirol zur Schließung angemeldetes Postamt werde jetzt nach Platters "Postgipfel" nicht geschlossen. Kein schon geschlossenes Postamt werde wieder aufsperren. Laut Dinkhauser sind von den 97 verbliebenen Postämtern bereits 26 weitere zur Schließung bei der Regulierungsbehörde angemeldet.

Das Ergebnis sei ein erster wichtiger Schritt, um die Interessen der Tiroler Bevölkerung und der Postbediensteten zu wahren, meinte die Landesfraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) nach dem (APA)

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