Viel Italien, Fussball und Grenzthemen beim Freistädter Filmfestival

18. August 2010, 13:04
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Ab 25. August laufen in vier Tagen über 50 Spielfilme und Dokus bei "Der neue Heimatfilm"

Linz - Bei der 23. Auflage des Festivals "Der neue Heimatfilm" im oberösterreichischen Freistadt von 25. bis 29. August werden je sieben Filme um den (Spielfilm-)"Preis der Stadt Freistadt" und um den Dokumentarfilmpreis im Wettbewerb laufen. Den Würdigungspreis der Stadt Freistadt erhält heuer der Salzburger Regisseur Andreas Horvath.

Das Gesamtprogramm der Local-Bühne Freistadt wie der Openair-Screenings davor stellten die Organisatoren Wolfgang Steininger und Markus Vorauer am Mittwoch in Linz vor: insgesamt über 50 Filme aus 20 Ländern, u.a. dem Iran, Georgien, Kasachstan, Polen und lateinamerikanischen Staaten.

Insgesamt neun Beiträge kommen aus Italien, so "L´uomo che verra" von Giorgio Diritti, der im Wettbewerb läuft, oder "Mostar United" von Claudia Tosi. Der Film greift ein Thema auf, das mehrfach beim Festival behandelt wird: Die Grenze. "In 'Mostar United' geht es um Fußball, um Bosnier auf der einen und Serben auf der anderen Seite", sagte Vorauer. Die mexikanische Grenze spielt in "Norteado" ein Rolle, die österreichische in "Sentilj", einer slowenischen Doku, die zeigt, was aus dem einstigen Grenzort Spielfeld geworden ist.

Auch etliche Österreicher zeigen ihre neuen Produktionen. Die gebürtige Vöcklabruckerin Wilma Kiener nimmt als einzige heimische Filmemacherin am Dokumentarbewerb teil. Gemeinsam mit Dieter Matzka geht sie der Frage "Who is highlife?" nach. Highlife ist der Rock´n´roll Afrikas, die Band Sayaya spielt beim Premierenfest.

Zwei Schweizer Produktionen sind die Eröffnungsfilme: Die Doku "Bödälä" von Gitta Gsell geht den Schweizer Volkstänzen auf den Grund. Eine der Protagonistinnen, Carola Lüthi, tritt mit ihrer Ländlerkapelle am Mittwochabend auch in Freistadt auf. "Zwerge sprengen" von Christof Schertenleib, der als Cutter für Ulrich Seidl und Michael Glawogger gearbeitet hat, erzählt von einer Schweizer Familie, die sich einmal im Jahr trifft, um eben Gartenzwerge zu sprengen.

Gezeigt werden in Freistadt ausschließlich österreichische Erstaufführungen. Musik gibt es jeden Abend "zum Ausklang, der die Leute runterbringt", sagte Steininger, denn die Filme seien teilweise keine leichte Kost. (APA)

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    foto: festival
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