Auch ÖVP gegen Strache-Plakate

18. August 2010, 11:55
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Häupl: "Mieseste und übelste Provokation" - Marek: "Es geht noch tiefer"

Nachdem gestern der Wiener Bürgermeister und SPÖ-Spitzenkandidat für die Wien-Wahl, Michael Häupl, seinen Unmut über die soeben angelaufene FPÖ-Kampagne (siehe derStandard.at-Berichte) ausdrückte, tat das heute auch die Wiener ÖVP-Chefin Christine Marek . "Dieses Plakat ist die mieseste und übelste Provokation, nur damit man ins öffentliche Gespräch kommt. Und das scheint ihnen ja auch gelungen zu sein", sagte Häupl am Dienstag in der Bürgermeister-Pressekonferenz.

"Das Problem ist, dass es sich nicht mehr nur um eine dumpfe Botschaft handelt. Es fängt an, gefährlich zu werden", konstatierte die Obfrau der Stadtschwarzen am Rande einer Pressekonferenz gegenüber der APA. Das blaue Sujet enthalte eine "Botschaft mit vielen Giftpfeilen", die im Sinne des Zusammenlebens "unverantwortlich" sei.

"Noch tiefer"

"Was wir gelernt haben ist, dass es noch tiefer geht", resümierte Marek mit Hinweis auf FPÖ-Plakate aus früheren Wahlkämpfen. Beim aktuellen Sujet ("Mehr MUT für unser 'Wiener Blut'") ortet sie strategische Provokation: "Sie wollten einen Aufschrei, den haben sie erreicht." Es sei notwendig, Probleme anzusprechen und Lösungen anzubieten. Was Strache und Konsorten allerdings täten, sei, Probleme zu kompensieren bzw. zu verstärken.

Die Blauen ätzen zurück: "Gefährlich und unverantwortlich für Wien ist das von VP-Chefin Marek mit Bürgermeister (Michael, Anm.) Häupl fix und fertig ausgepackelte Koalitionsabkommen für die Zeit nach dem (Wahltermin, Anm.) 10. Oktober", so FP-Landesparteisekretär Hans-Jörg Jenewein in einer Aussendung. (APA)

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