Chirurgie als Therapie bei Adipositas

18. August 2010, 11:31
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Wenn nur noch chirurgische Behandlung bei Übergewicht hilft - Vermeidung von Folgeerkrankungen

Die Adipositaschirurgie oder auch bariatrische Chirurgie ist eine noch vergleichsweise junge Disziplin. Neben Magenverkleinerungen, Magenbändern, oder Magenballonen, werden auch Methoden praktiziert, bei denen Teile des Dünndarms oder der gesamte Magen künstlich umgangen werden.

"Die chirurgische Therapie hat in der Behandlung von massivem Übergewicht einen zentralen Stellenwert erlangt", so Sven Jonas, Direktor der Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Uniklinikum Leipzig. Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Zuckerkrankheit oder Arterienverkalkung könnten dazu führen, dass die Adipositas zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung werde. Den betroffenen Patienten könne häufig nur noch durch einen chirurgischen Eingriff geholfen werden. "In der Regel bessern sich dann neben dem Gewicht des Patienten auch diese Folgerkrankungen schon innerhalb weniger Monate", so Jonas.

In Deutschland erhält das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) AdipositasErkrankungen in Leipzig nun die erste ordentliche Professur für bariatrische Chirurgie. Das IFB AdipositasErkrankungen hat mit 19 Forschungsprojekten begonnen und wird mit über 120 Mitarbeitern das Feld der Adipositasforschung und -behandlung in den nächsten Jahren kontinuierlich ausbauen. (red)

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