Wiener Börse schließt am Mittwoch mit Abgaben

18. August 2010, 17:47
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Telekom Austria und Schoeller-Bleckmann nach Zahlen im Fokus

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Mittwoch bei unterdurchschnittlichem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 15,56 Punkte oder 0,62 Prozent auf 2.480,01 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 70 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.550 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York -0,24 Prozent, DAX/Frankfurt -0,32 Prozent, FTSE/London -0,79 Prozent und CAC-40/Paris -0,32 Prozent.

Voestalpine im Plus

Nach einem deutlichen Kursanstieg am Vortag ging der ATX mit moderaten Verlusten aus dem Handel. Im Anschluss an einen behaupteten Start drehte der heimische Leitindex wie seine europäischen Pendants im Verlauf ins Minus. Von den Verlusten am Vormittag konnte er sich tagsüber nicht mehr vollständig erholen, am Nachmittag erreichte er nach einer schwachen Eröffnung an der Wall Street sein Tagestief.

Unter den Indexschwergewichten konnten nur voestalpine mit plus 1,04 Prozent auf 25,38 Euro zu stützen. Die Bankenwerte wirkten indexbelastend. Während sich Erste Group um 2,14 Prozent auf 30,14 Euro verbilligten, gingen Raiffeisen mit minus 1,70 Prozent auf 34,60 Euro aus dem Handel. OMV verzeichneten mit minus 0,26 Prozent auf 26,51 Euro ebenfalls leichte Kursverluste.

In das Licht des Geschehens geriet am heimischen Markt das Zahlenwerk von Telekom Austria. Das Unternehmen hat ein verhaltenes erstes Halbjahr 2010 hinter sich. Die Dividendenuntergrenze von 0,75 Euro je Aktie wurde jedoch bestätigt. Finanzchef Hans Tschuden betonte, dass es sich bei Telekom Austria um ein "Cash-Flow-starkes Unternehmen" handle. Die Papiere schlossen mit plus 0,06 Prozent bei 9,71 Euro.

Seine Zahlen präsentierte auch Schoeller-Bleckmann (SBO). Im ersten Halbjahr 2010 lagen Umsatz und Nettoergebnis zwar noch unter den Vergleichswerten des Vorjahres, allerdings konnte der Ölfeldausrüster im zweiten Quartal 2010 bei den wichtigsten Ergebniszahlen gegenüber dem zweiten Quartal 2009 deutlich zulegen. SBO-Papiere hoben sich mit einem Plus von 6,74 Prozent auf 41,63 Euro klar vom Markt ab.

Von einer Reihe von Kurszielsenkungen waren die Aktien von Wienerberger betroffen. Während HSBC das Kursziel von 15,50 auf 15,00 Euro heruntersetzte, senkte die Raiffeisen Centrobank (RCB) diesen Wert von 16,50 auf 15,00 Euro. Eine deutlichere Kurszielkorrektur von 13,00 auf 10,00 Euro nahm die Credit Suisse vor. Alle genannten Geldinstitute ließen ihre Einstufungen unverändert. Nach den satten Vortagesgewinnen legten Wienerberger-Titel um 1,37 Prozent auf 10,75 Euro zu.

Die Experten der UniCredit haben das Kursziel für Palfinger von 20,00 auf 18,80 Euro nach unten revidiert. Das Anlagevotum wurde mit "hold" beibelassen. Palfinger gingen mit minus 1,80 Prozent auf 16,91 Euro aus dem Handel. (APA)

Die zehn größten Kursgewinner


      1. STADLAUER MALZFABRIK AG           +8,76 Prozent
      2. SCHOELLER-BLECKMANN AG            +6,74 Prozent
      3. IMMOFINANZ AG                     +2,96 Prozent
      4. WARIMPEX FINANZ- UND BET. AG      +2,94 Prozent
      5. DO&CO RESTAURANTS&CATERING AG     +2,69 Prozent
      6. MAYR-MELNHOF KARTON AG            +2,68 Prozent
      7. BENE AG                           +2,48 Prozent
      8. SCHLUMBERGER AG ST                +2,38 Prozent
      9. OESTERR. POST AG                  +1,64 Prozent
     10. ZUMTOBEL AG                       +1,61 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer


      1. JOWOOD ENTERTAINMENT AG          -14,36 Prozent
      2. CA IMMO INTERNATIONAL AG          -9,75 Prozent
      3. S&T SYSTEM INT.&TECH. DISTR.AG    -8,59 Prozent
      4. INTERCELL AG                      -4,60 Prozent
      5. BWIN INT. ENTERT. AG              -3,03 Prozent
      6. FRAUENTHAL HOLDING AG             -2,94 Prozent
      7. ERSTE GROUP BANK AG               -2,14 Prozent
      8. POLYTEC HOLDING AG                -2,00 Prozent
      9. PALFINGER AG                      -1,80 Prozent
     10. RAIFFEISEN  INT. BANK-HLDG AG     -1,70 Prozent

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