Drogenring in Ostösterreich ausgehoben

17. August 2010, 17:50
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Elf Verdächtige in Haft - Suchtgift im Wert von rund 800.000 Euro verkauft

Ein Drogenring ist in Ostösterreich ausgehoben worden, elf Verdächtige sind in Haft. Sie sollen seit dem vergangenen Jahr Heroin, Kokain und Cannabiskraut im Straßenhandelswert von 800.000 Euro verkauft haben, berichtete die NÖ Sicherheitsdirektion. Ausgeforscht wurden weiters rund 100 Abnehmer.

Die Festnahmen erfolgten von März bis Juni. Bei den Beschuldigten im Alter von 17 bis 27 Jahren handelt es sich um sieben Staatsangehörige der Republik Gambia, einen Nigerianer, einen Senegalesen sowie zwei Personen aus Guinea-Bissau. Ein 24- und 26-Jähriger aus Gambia sollen dabei als Großhändler fungiert haben. Sie wurden mittlerweile in die Justizanstalt Wien-Josefstadt überstellt.

Die Verdächtigen dürften die Drogen in Wohnungen in Wien gelagert haben. Aus diesen "Bunker-Wohnungen" hätten sich Straßendealer - mitunter mehrmals täglich - kleinere Mengen für den Weiterverkauf auf der Straße besorgt. Der Einkaufspreis bei den Großhändlern habe pro Heroinkugel zehn Euro betragen, ein Gramm Cannabiskraut kostete sechs Euro. Die Endabnehmer hätten dafür 15 bis 30 Euro bzw. zehn Euro bezahlt.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurden seit dem Vorjahr mindestens 11,4 Kilogramm Heroin, 3,6 Kilo Kokain und 32,5 Kilo Cannabiskraut abgesetzt. Ein Teil der Abnehmer stammte aus Niederösterreich und dem Burgenland, darunter waren Schüler und Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren.

Bei Hausdurchsuchungen wurden insgesamt 1,4 Kilo Cannabiskraut und 40 Gramm Heroin sowie 3.000 Euro Bargeld sichergestellt. An den zeitaufwendigen Ermittlungen beteiligt waren die Landeskriminalämter NÖ und Burgenland in Zusammenarbeit mit Polizeibeamten aus Stockerau (Bezirk Korneuburg) und Brunn am Gebirge (Bezirk Mödling) sowie der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität. (APA)

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