Weißes Haus dementiert Obamas Drohung

17. August 2010, 16:54
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Gibbs: Geplante Waffenverkäufe nie mit Forderung nach geänderter Politik gegenüber Israel und Iran verknüpft

Milwaukee - Das Weiße Haus hat einen Bericht dementiert, demzufolge US-Präsident Barack Obama die Bündnistreue der Türkei angezweifelt und Waffengeschäfte mit dem Land in Frage gestellt habe. Obama habe nie geplante Waffenverkäufen an die Türkei mit einer Forderung an das Land nach einer Änderung seiner Politik gegenüber dem Iran und Israel verknüpft, sagte sein Sprecher Robert Gibbs am Montag in Milwaukee. Er habe keine Ahnung, wie es zu einem entsprechenden Bericht der "Financial Times" gekommen sei, fügte Gibbs hinzu.

Obama und der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan hätten vor zehn Tagen telefoniert, dabei habe Obama aber keine derartige Warnung ausgesprochen. Dem Bericht zufolge hatte Obama Erdogan zu einem härteren Kurs gegen den Iran und zu mehr Verständnis für Israel aufgefordert. Obama habe Erdogan gesagt, dass einige Aktivitäten der Türkei im US-Kongress Fragen aufgeworfen hätten, berichtete das Blatt. Dies könne es erschweren, den Verkauf von Waffen an die Türkei durch den Kongress absegnen zu lassen. (APA)

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