Washington will Reisen erleichtern

17. August 2010, 15:34

Kontakte "von Mensch zu Mensch" sollen verstärkt werden

Washington (APA/dpa) - Die US-Regierung will nach einem Medienbericht Beschränkungen bei Reisen nach Kuba weiter lockern. Wie die "New York Times" am Dienstag berichtete, sollen Studienaufenthalte und Besuche von religiösen und kulturellen Gruppen in dem kommunistischen Land leichter werden. Ziel seien verstärkte Kontakte von "Mensch zu Mensch" und der Austausch von Erfahrungen, heißt es unter Berufung auf Washingtoner Regierungsbeamte. Das Jahrzehnte alte Handelsembargo gegen das Regime in Havanna soll aber beibehalten werden.   

   Die Zeitung spricht von einer "bedeutenden" politischen Kursänderung. Präsident Barack Obama wolle damit nach den Restriktionen unter der republikanischen Administration George W. Bush an die Politik seines demokratischen Vorvorgängers Bill Clinton anknüpfen. In einem ersten Schritt hatte Obama bereits Beschränkungen bei Verwandtenbesuchen aufgehoben.

Gruppenreisen zum verstärkten religiösen, kulturellen und akademischen Austausch sind bereits seit geraumer Zeit möglich, aber unterliegen strengen Regeln. Das gilt etwa für die Dauer von Studienaufenthalten in Kuba. Obama wolle derartige Bestimmungen lockern, heißt es in dem Bericht. Bisher sind Kuba-Flüge nur aus drei US-Städten - Miami, New York und Los Angeles - möglich. Auch dies soll ausgeweitet werden. Außerdem wolle Obama künftig auch Geldüberweisungen und Spenden aus den USA an Kirchen, Schulen und Menschenrechtsgruppen erlauben.

Unklar ist aber noch, wann diese Erleichterungen bekanntgegeben werden sollen. Es gibt nach Angaben der "New York Times" unterschiedliche Meinungen darüber, ob es sich die Regierung angesichts zu erwartender konservativer Kritik erlauben könne, den Schritt noch vor der Kongresswahl im November zu vollziehen.

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12 Postings
agarthianer
00
19.8.2010, 16:10
Fidel Castro

über die Jugend :
http://www.krone.at/Welt/Fide... ory-216037

Girgl Galgenstein
00
20.8.2010, 22:59
Interessanter Artikel

die Beatles und New Age als konzertierte Aktion westlicher Geheimdienste um die Jugend von wichtigeren Fragen abzuhalten. Und natürlich die Bilderberger. Die großen Weltverschwörer. Fidel scheint das Internet für sich entdeckt zu haben und scheint alles was er dort so findet für bare Münze zu nehmen.

Träume sind Schäume.
51
18.8.2010, 18:56
Gute Sache

Zwar ist es legetim ein feindlich gesinntes Regime zu boykotieren [Cas'tro Jünger ab hier kr'eischen], das schließt aber nicht US-Bürger ein.
Es gibt kein Menschenrecht auf Handel oder Almosen (Kredite) mit den USA.

Warum sollten dabei aber individuelle US-Staatsbürgerrechte eingeschränkt, werden?
Wer Kuba auf eigenes Risiko besuchen will soll es tun.

Im übrigen Recht praktisch.
Das Castro Regime kassiert 20% Tribut für jede Geldzahlung auf die Insel von Exil-Kubanern.
Diese haben's nun leichter ihren Verwandten direkt zu helfen.

Außerdem können Fluchtpläne für junge Kubaner nach Florida so leichter logistisch organisiert und die Todesraten bei der Überfahrt gesenkt werden ;)

En Sabah Nur - Apocalypse
01
20.8.2010, 19:11

Und Western Union kassiert 15%, nur die sind privat... Nicht vergessen Kuba hat massive Probleme Dollars legal zurürcktauschen zu können siehe
http://www.worldlawdirect.com/article/1... -fine.html
Klar haben die Dinosaurier in Kuba viel falsch gemacht, die Jugend leidet, nur jedes mal wenn das Imperium zuschlägt, können sie sagen, wir hatten recht. Das Embargo ist eine Frechheit und verletzt jedes Recht.

*space
12
18.8.2010, 21:11

Sie sind schon etwas krank.

Der Neue Mensch
41
18.8.2010, 20:34

Abgesehen davon könnten die Amis das Embargo ruhig komplett aufheben, weil es den Castros wirtschaftlich kaum schadet und politisch viel nützt. Eine Standard-Propagandaausrede, warum Kuba wirtschaftlich nicht auf die Beine kommt, würde komplett wegfallen.

h 90
00
28.8.2010, 07:55

Da waere ich mir nicht sicher. Wenn sich da ein flotter Tourismus nach Kuba entwickeln wuerde. Mal schnell rueber billig urlauben und fuer kleines Geld die Zaehne machen lassen, dann koennte Kuba warscheinlich gut leben ganz egal was sie fuer Misswirtschaft betreiben.

En Sabah Nur - Apocalypse
00
21.8.2010, 09:47

Eigentlich sind Hurricanes die Standardausrede, das Embargo zu erwähnen für das Versagen in diversen nicht mit dem Embargo zusammenhängenden Problemen ist etwas peinlich bei so einem gebildeten Volk. Soll aber nicht heissen das die dümmeren Parteimitglieder dies gerne erwähnen. Viel wichtiger ist aber das ihr mit eurer gespielten Unwissenheit Menschenrechtsverletzungen durch die USA gut heisst. Das Embargo dient dazu das ganze Volk auszuhungern und es aufständisch zu machen. Das ist nicht besonders nett. Nett ist allerdings das 100 Amis in Kuba Medizin studieren können, was sie sich in den USA nie leisten könnten.

Träume sind Schäume.
31
18.8.2010, 21:29
Stimmt

Trotzdem sollten einige Posten auf der Boykottliste bleiben.
Vor allem Waffen und derren Ausrüstung sowie Technik zur Überwachung der Bevölkerung.

Was Kredite für Importe betrifft nach der das Regime eigentlich so lechzt, warum sollte die USA sie bewilligen?
Die Zahlungsmoral ist schlecht und wird durch wenig Sicherheiten aufgewogen.

Wenn andere Länder Kuba Kredite und Haftungen geben wollen, soll es ihr Recht und Risiko sein.

Mit einem feindlich gesinnten Nachbar kann man handeln, muss ihm aber keine Gefälligkeiten erweisen ;)

Der Neue Mensch
31
18.8.2010, 21:45

Ich sag ja nicht, dass die USA jetzt schon einen Marshall-Plan für Kuba auflegen sollen. Es sollen aber die schwachsinnigen und wirkungslosen Verbote und Gesetze wie Helms-Burton & Co. aufgehoben werden. Alles andere kann man dem Markt überlassen. Hugo Chávez' Venezuela schafft es doch auch, seine Wirtschaft ohne US-Embargo zu ruinieren.

Träume sind Schäume.
31
18.8.2010, 22:04
Find ich auch

Es ist katastrophal kontaproduktiv per Gesetz anzudeuten quasi eine Blockade über ein Land zu verhängen.

Helms-Burton & Co sugeriert, dass Länder die mit Kuba handeln von den USA boykotiert werden.
Natürlich ist das in der Praxis NICHT der Fall.
Aber gut für die Castro Propagande, Realitäten zählen für dessen Konsumenten nicht.

Ansonsten sehe man nicht haufenweise ausländische Touristen und Produkten auf Kuba, das wären lauter "Blockadebrecher".

Dieses Gesetz wird seit der Raketenkrise nicht mehr in voller Konsequenz exekutiert und gehört als gegenstandslos aufgehoben

Blockaden an sich kommen bei Staaten fast nur im Kriegszustand vor, da Kuba diese Voraussetzungen nicht erfüllt ist das abzulehen ;)

En Sabah Nur - Apocalypse
00
20.8.2010, 23:40

Ich würde dir einfach empfehlen 5% mehr für alles was du kaufst zu zahlen und mal schauen ob es bei gleichen Einkommen einen von uns besser geht nach einem Jahr. Das Embargo ist vielleicht keine Blockade aber die Umwege und Risikoprämien kosten schon gewaltig.

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