Teheran warnt vor Angriffen auf Atomanlage in Bushehr

17. August 2010, 15:29
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Kommendee Wochen werden neue Waffen präsentiert: Neue Raketen und Langstreckendrohne

Teheran/Washington - Der Iran hat den Westen vor möglichen Angriffen auf seine Atomanlage in Bushehr gewarnt. "Jegliche Aggression" werde einen "ernsten Gegenschlag" nach sich ziehen, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ramin Mehmanparast, am Dienstag in Teheran. Ein Angriff auf Bushehr würde ein "internationales Verbrechen" darstellen, fügte der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, laut der Nachrichtenagentur IRNA hinzu.

Zuvor hatte der frühere US-Botschafter bei der UNO, John Bolton, erneut die Möglichkeit einer israelischen Attacke ins Spiel gebracht. Israel blieben noch acht Tage für einen Luftangriff auf Bushehr, um das Hochfahren des Atomkraftwerks zu verhindern, sagte Bolton am Montag dem Fernsehsender Fox. Wenn das AKW einmal in Betrieb sei, werde es wegen der Gefahr einer radioaktiven Verseuchung für einen Angriff zu spät sein. Zugleich äußerte sich Bolton skeptisch über die Wahrscheinlichkeit einer solchen Attacke. Er fürchte, dass die Gelegenheit bereits verstrichen sei. Die USA und Israel bekräftigen regelmäßig, dass sie einen Angriff gegen den Iran nicht ausschließen, um dessen umstrittenes Atomprogramm zu stoppen.

Langstrecken-Drohne

Der iranische Verteidigungsminister Ahmad Wahidi kündigte derweil an, dass Teheran kommende Woche neue Waffen präsentieren werde. Dazu zählten neue Raketen und die erste iranische Langstrecken-Drohne, sagte er laut IRNA. Die neuen Waffen bewiesen, dass die internationalen Sanktionen gegen den Iran keine Wirkung hätten, fügte Wahidi hinzu.

Vergangene Woche hatte Teheran angekündigt, dass es am kommenden Samstag sein erstes Atomkraftwerk in Betrieb nehmen wolle. Der mit russischer Hilfe gebaute Reaktor in Bushehr solle dann erstmals mit Brennstäben bestückt werden, die Stromproduktion solle Mitte September starten. (APA)

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