Telekom Austria: Rückläufiges Halbjahresergebnis erwartet

17. August 2010, 13:58
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Wien - Analysten heimischer Bankinstitute erwarten für die Halbjahreszahlen der Telekom Austria, welche am morgigen Mittwoch vorgelegt werden, ein rückläufiges Ergebnis. Als Grund geben die Experten die schwierige Wettbewerbssituation an. Im Blickpunkt werden bei der Ergebnispräsentation auch neue Informationen zum Merger zwischen dem Festnetz- und dem Mobilfunkbereich stehen.

Im Durchschnitt rechnen die von der APA befragten Experten mit einem Umsatz in Höhe von 2.265,6 Mio. Euro (minus 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) sowie mit einem Nettoprofit nach Minderheiten von 169,9 Mio. Euro, was einem leichten Plus von 1,4 Prozent entspricht. Das Betriebsergebnis (Ebit) wird auf 315,9 Mio. Euro und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf 835,6 Mio. Euro geschätzt.

Die UniCredit-Experten schätzen aufgrund des starken Wettbewerbs den Halbjahresumsatzes mit 2.265,4 Mio. Euro schwächer im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein. Für das Segment Mobiltelefonie wird eine Umsatzreduktion um sechs Prozent erwartet. Darüber hinaus werden bei der Zahlenpräsentation neue Informationen bezüglich des Zusammenschlusses zwischen Festnetz- und Mobilfunkbereich erwartet. Der Merger soll für ein besseres Angebot an Bündelprodukten sorgen sowie Kosten einsparen.

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) prognostizieren ebenfalls einem rückläufiges Halbjahresergebnis sowie einem Rückgang der Teilnehmer, sogenannte "line losses", in Höhe von etwa 5.000 im zweiten Quartal. Die Experten sehen außerdem ebenso Neuigkeiten zu der geplanten Fusion zwischen Telekom und dem Tochterunternehmen Mobilkom im Mittelpunkt des Interesses. Die Kaufempfehlung für die Telekom-Aktien soll beibehalten werden, das aktuelle Kursziel liegt bei 11,50 Euro.

Nach dem Zuwachs des Nettoüberschusses der Telekom im ersten Quartal erwarten die Experten der Erste Group etwas schwächere Zahlen für das zweite Quartal. Der anhaltende Preisdruck in Osteuropa, insbesondere in Bulgarien und Kroatien, könnte ein Grund für das schwächere Ergebnis sein, so die Experten. Sichtbare Folgen des Mergers mit Mobilkom werden im ersten Halbjahr noch nicht erwartet. Erst im weiteren Verlauf des Jahres sollen sich die Auswirkungen des Zusammenschlusses in den Zahlen niederschlagen, so die Analysten.(APA)

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