Krebstherapien als mögliche Ursache von Krebs

17. August 2010, 13:54
  • Mit Hilfe der Strahlentherapie werden Krebszellen gezielt vernichtet.
    foto: apa/arne dedert

    Mit Hilfe der Strahlentherapie werden Krebszellen gezielt vernichtet.

Gezielte Vernichtung fehlerhafter Zellen kann Entstehung anderer Krebserkrankungen zu einem späteren Zeitpunkt fördern

Innsbruck - Krebstherapien könnten Auslöser für weitere Krebserkrankungen sein. Zu diesem Schluss kommen Forscher des Biozentrums an der Medizinischen Universität Innsbruck. Der durch manche Therapien aktivierte programmierte Zelltod mittels stimulierten, körpereigenen Funktionen könnte für die neuerliche Entstehung von Krebserkrankungen verantwortlich sein, erklärte Andreas Villunger, Leiter der Sektion für Entwicklungsimmunologie am Dienstag.

Mit den Ergebnissen des vom Österreichischen Wissenschaftsfonds geförderten Sonderforschungsprogramm könnte somit erklärt werden, warum beispielsweise nach einer Leukämie gesundete Kinder oft 20 oder 30 Jahre später andere Krebserkrankungen entwickeln. Bei rund 15 Prozent der Krebs-Neuerkrankungen handelte es sich mittlerweile um neue Tumortypen, die bei Krebsüberlebenden auftreten. "Dies kann mit der aggressiven Apoptose-induzierenden Therapie, also die gezielte Vernichtung von fehlerhaften Zellen, bei der ersten Krebserkrankung zusammenhängen", erörterte Villunger.

Anfällig trotz Protein "PUMA"

Das Protein "p53", das in der Medizin gut erforscht sei und auch "Wächter des Genoms" genannt wird, ortet Schäden in den Zellen und entsendet andere Proteine als Helfer. Manche davon hindern die beschädigte Zelle am Wachsen, während andere den Schaden zu reparieren versuchen. Wenn all diese Maßnahmen nicht helfen, werde das Protein "PUMA" aktiviert, das die beschädigte Zelle schließlich vernichtet. Bei manchen Krebsbehandlungen wird sich genau dieser Schutzmechanismus zunutze gemacht.

Die Forschergruppe rund um Villunger schaltete im Rahmen ihres Experimentes besagten Schutzmechanismus aus: "Wir erwarteten, dass diese Zellen in vivo nun in höchstem Maße anfällig für Tumorbildungen sind, wenn sie schädlicher Strahlung ausgesetzt werden", schilderte der Wissenschafter. Aber genau das Gegenteil sei eingetreten: Bei Lymphozyten ohne "PUMA" habe keine Tumorbildungen nachgewiesen werden können. Kontrollgruppen mit dem intakten "PUMA-Schutzprogramm" hätten hingegen nach mehrmaliger, Erbgut-schädigender Bestrahlung sehr wohl Lymphome entwickelt.

Ursache dafür könnte eine Überarbeitung der Stammzellen des Knochenmarks sein. Normalerweise verursache die verwendete Strahlung so viel Schaden an der DNA, dass das "PUMA-Schutzprogramm" aktiviert wird. Allerdings bedeutet dies auch, dass in Folge rund 90 Prozent der betroffenen Blut- und Stammzellen absterben. Die überlebenden Stammzellen müssten zum einen den entstandenen DNA-Schaden beheben, zum anderen aber auch abgestorbenen Blutzellen erneuern. "Diese Doppelaufgabe setzt die Stammzellen unter großen Druck bei der Zellteilung, was erneut Zellschäden hervorrufen kann", erklärt Villunger. Den Stammzellen, bei denen PUMA ausgeschaltet worden war, sei dieser Druck hingegen erspart geblieben.

Zu denselben Forschungsergebnissen wie das Team der Entwicklungsimmunologie des Biozentrums Innsbruck seien Wissenschafter in Australien gekommen. Beide Ergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift Genes & Development veröffentlicht, hieß es. (APA)

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was kommt als nächstes?
"Krebszellen im Verdacht Krebs zu verursachen"?

wer hat Schlingensiefs einstündiges Schlussreferat beim Int. Psychoonkologischen Kongres im Wiener Austria Center gehört?

Es ist erst ein Jahr her, ATV hat als einzige TV-Gesellschaft dies aufgezeichnet, ich habe eine DVD davon. Wenn aber das die 35.000 jährlich neuerkrankten Krebspatienten in Ö. ansehen/anhören, und dann noch auf www.sis.info bzw. www.krebsforum.at die Verlinkung zu Prof. Zielinskis Chemoberichte anklicken, die werden ......, zumindest nachdenklich.
Dietmar Erlacher, Innsbruck, Bundesobmann vom Verein Krebspatienten für Krebspatienten, Leiter von Krebs-Selbsthilfegruppen, Initiator der Krebs-Hotline 0650-577-2395 zum Wohle der ÖsterreicherInnen sagt:
Tabak rauchen nicht beginnen - sofort aufhören. Und dem Aufruf BM. Stögers folgen und Wirte auf www.sis.info melden, die nicht den Nichtraucherschutz lt. Tabakgesetz einhalten.

Streit

Wenn man sich die untenstehenden Postings anschaut, sieht man wieder, dass sich über nichts so köstlich streiten lässt, wie über Dinge, die beide Seiten nicht verstehen. In keinem einzigen Beitrag werden auch nur im entferntesten die seelischen Aspekte erwähnt.

Das ist auch klar, weil seit Jahrzehnten erwiesen ist, dass es keine psychische Ursache für Krebserkrankungen gibt.

Eine "Seele" existiert übrigens nicht, das gehört in den Bereich des Irrationalen und der Religion.

Warte nur bis du gestorben bist,

denn spätestens dann gehörst auch du zum Bereich des Irrationalen und der Religion. Manche müssen erst ihr Gehirn in der Garderobe abgeben, oder eben sterben, um in bestimmte Bereiche vordringen zu können, anderen gelingt das auch mit ihrem derzeitigen, unversehrten Körper.

Wenn ich tot bin,...

...gehöre ich in den Bereich der unbelebten Materie.

Das würd ich so nicht sagen. Sind sicher noch ein paar Maderln dran, die sich um Sie schlingen..

Danke, aber ich mag mein Leben sehr und muss nicht auf ein fiktives Jenseits warten bzw. mich dorthin träumen.

Wer sagt, dass man sich dahin

träumen kann?

Tatsache ist, dass die Realität (oder der Teller) nicht mit dem Tod (oder dem Tellerrand) aufhört/anfängt, da es nur eine Realität gibt, die zudem nicht von Ihren oder unseren Sinnen abhängig ist. Nehmen Sie sich mal nicht so wichtig! Weder Ihre Agnosie noch Ihr Tod ändert etwas daran.

Nicht einmal das haben Sie begriffen!

Der Teller, der vor mir liegt, endet am Tellerrand. Jenseits davon kommt der Tisch.

Meinem Geruchssinn gehts übrigens eigentlich gut, aber danke für Ihre Sorge.

9 Monate im Mutterbauch und KEINE Erinnerung!

Den Tisch sehen Sie also.

Gut, und auch wenn Sie die Speise auf Ihrem Teller nicht riechen könnten, hätte sie ein Aroma. Es wird nicht durch Ihren Geruchssinn erzeugt. Das verstehen Sie noch, und genauso verhält es sich auch mit der inmateriellen Welt. Dass Sie (wir) sie mit unseren fünf Sinnen nicht wahrnehmen können, ändert nichts an ihrer Existenz. Die Welt braucht nicht unsere Wahrnehmung, um zu existieren.

Seh' ich das richtig,...

...dass Sie hier Aussagen über Dinge machen, die Sie, wie Sie selbst feststellen nicht wahrnehmen können?

Naja,

den Begriff der inmateriellen Welt habe ich jedenfalls nicht erfunden, den haben schon andere gewählt.

Und ich habe von den fünf Sinnen gesprochen, die rein physikalisch/chemische Qualitäten wahrnehmen können, und nicht einmal da sind sie allumfassend. Es gibt bereits physikalische Qualitäten, die wir mit unseren fünf Sinnen nicht mehr wahrnehmen können (UV Licht,...) und trotzdem sind sie da. Ich bin mir auch ganz sicher, dass wir eine Seele haben. Es sei denn, ich habe Trugwahrnehmungen (Hirngespinste), aber auch die (Seele) habe ich wiederum nicht erfunden.

Ich halte nichts vom Kästchendenken!

Aber ich weiß schon, was Sie meinen.
Sind Lichtwellen für Sie eigentlich materiell oder inmateriell? Physikalisch gesehen sind sie inmateriell, aber trotzdem sicht.- und messbar und sie brauchen nicht einmal ein Medium dazu, um sich auszubreiten.
So ähnlich verhält es sich wohl auch mit der Seele. Man hat halt die dafür notwendigen Detektionsgeräte noch nicht erfunden, bzw. wir sind meistens noch nicht hoch genug entwickelt, um sie wahrnehmen zu können. Radiowellen z. B. hat es ja auch schon gegeben, als wir sie noch nicht sichtbar/hörbar machen konnten. Es ist alles nur eine Frage der Zeit bis man die Seele sichbar machen wird können.

Licht ist eine elektromagnetische Welle, Energie sozusagen,...

...seit Einstein wissen wir, dass die Trennung von Materie und Energie eigentlich nicht möglich ist, es sind beides Erscheinungsformen einer einzigen Sache. Offenbar sind nicht nur in der Medizin die letzten Jahrzehnte spurlos an Ihnen vorübergegangen.
Zitat: "So ähnlich verhält es sich wohl auch mit der Seele. Man hat halt die dafür notwendigen Detektionsgeräte noch nicht erfunden, bzw. wir sind meistens noch nicht hoch genug entwickelt, um sie wahrnehmen zu können."
Was wir irgendwann mal wissen werden, wissen wir nicht, sonst wüssten wir's ja. Ihr Induktionsschluss ist nicht gültig.

Lichtwellen

heißen Wellen und nicht Teilchen oder Photonen, weil sie eben keine Materie sind.

Ich habe auch nirgends behauptet, dass es niemanden gibt, der eine Seele wahrnehmen kann. Manche können es ja schon heute. Auch Kopernikus erntete zunächst Unglauben bezüglich seines heliozentrischen Weltbildes, und jetzt hält man es plötzlich für bewiesen.

Haben Sie schonmal was vom..

...Welle-Teilchen-Dualismus gehört? Bzw. habe Sie überhaupt verstanden was ich oben geschrieben habe?

"Ich habe auch nirgends behauptet, dass es niemanden gibt, der eine Seele wahrnehmen kann. Manche können es ja schon heute."

Was nun? Kann man eine Seele heute schon wahrnehmen (sprich zwingende Beweise vorlegen, dass es eine gibt) oder nicht? Darücber hinaus wäre es vielleicht sinnvoll den Begriff der Seele einmal zu definieren.

"Auch Kopernikus erntete zunächst Unglauben bezüglich seines heliozentrischen Weltbildes, und jetzt hält man es plötzlich für bewiesen."

Daraus abzuleiten, dass eine Seele (oder irgendwelchen anderen Hirngespinste) irgenwann mal nachgewiesen werden ist wieder ein unzulässiger Induktionsschluss.

"Welle-Teilchen-Dualismus":
Ich kenne den Begriff Lichtwelle und auch den der Photonen.

"Kann man eine Seele heute schon wahrnehmen (sprich zwingende Beweise vorlegen, dass es eine gibt) oder nicht?"
Der Wahrnehmung von Menschen kann man nicht trauen. Die gilt nicht als Beweis. Aber das ist mir doch egal! Es tut mir nicht weh, wenn Sie nicht an eine Seele glauben.

Ich kenne den Begriff Lichtwelle und auch den der Photonen.

Das ist keine Antwort auf meine Frage.

Der Wahrnehmung von Menschen kann man nicht trauen. Die gilt nicht als Beweis.

Warum tun Sie das dann offenbar? Oder tun Sie es nur, wenn Ihre vorgefasste Meinung davon gestützt wird?

Ich traue meiner eigenen Wahrnehmung, weil es einfach gesünder ist, das zu tun. Ich tu' ja niemandem weh damit, und werde mir auch selbst nicht deswegen weh tun, und mich einliefern lassen.

ich fürhre natürlich auch gerne eine..

...philosophische Diskussion mit Ihnen. Worüber wollen Sie sprechen? Das Leib-Seele-Problem, das Ding an sich, die Unsterblichkeit der Seele. Ich finde wir sollten uns zunächst festlegen. In Ihren obigen Postings vermischen Sie nämlich so einiges.

Krebs wird vielfach dadurch ausgelöst, dass man

an Tumoren herumstirlt und schneidet, weiters wird dann dem Patienten noch der Diagnoseschock versetzt und das Unheil nimmt ungebremst seinen Lauf.
Die Behandlung gehörte längstens überdacht und auf eine andere Ebene gebracht. Man MUSS den Organismus stärken und nicht wie jetzt, in den Keller fahren und dann noch zu 90% zerstören.
Völlig falscher Denkansatz, aber die Pharmas verdienen mit den Karnikeln (Mensch) Milliarden.

FÜR WAS BLOß????

In Lainz sprach ich mit einigen Onkologen über das Thema und die waren eigentlich auch der Meinung.
Dort wird schon sehr vorsichtig "bestrahlt" und vor allem setzen sich die Mediziner enorm mit der Psyche der leidenden auseinande

Das haben sie nett erfunden.

Diese Kollegen gibt es mit größter Sicherheit nicht.
Natürlich versuchen wir, mit möglichst geringer Therapiedosis auskommen. Natürlich ist die psychologisch/psychiatrische Betreuung unserer PatientInnen einer der wichtigsten Teile unserer Arbeit.
Das ist keine Neuigkeit und fest in der Schulmedizin, die Sie so gar nicht mögen, verankert.

Den Rest Ihrer Aussagen kommentiere ich nicht. Was für ein Stuss, unglaublich.

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