Das LIF will es wieder wissen

17. August 2010, 13:50
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Das LIF zieht mit dem Motto "Lechts oder Rinks?" in den Wiener Wahlkampf und möchte politische Barrieren durchbrechen

Bei fast jeder Wahl versuchen kleinere Gruppierungen ihr Glück. Auch bei den Wiener Gemeinderatswahlen, die am 10. Oktober stattfinden, wollen ein Dutzend Parteien den Sprung ins Rathaus schaffen. Das Liberale Forum ist eine von ihnen und gibt die Hoffnung nicht auf. 

2.950 Unterstützungserklärungen

Das LIF möchte am 10.Oktober bei den Gemeinderatswahlen antreten. Damit das überhaupt möglich wird, benötigt die Partei insgesamt 2.950 Unterstützungserklärungen. Bis zum 03. September hat sie noch Zeit dieses Ziel zu erreichen, wobei sich die Spitzenkandidatin Angelika Mlinar darüber im Klaren ist, „dass diese Hürde keine einfache Aufgabe ist". 

Mlinar versteht das LIF als „Angebot für jene, die ihre Lebensrealität nicht im politischen Geschehen reflektiert sehen". Damit verweist sie auf Wähler „die ihre Stimme Schüssel geben um nicht Rosenkranz wählen zu müssen". Und sie fügt hinzu: „Der politische Druck muss wieder aus der Mitte kommen und nicht mehr von rechts". Daher lautet das Wahlkampfmotto der Partei auch „Nicht links, nicht rechts", sondern „Lechts" beziehungsweise "Rinks". 

Ausbau der Bims und mehr Transparenz 

Die Themenschwerpunkte, mit denen das LIF die Wiener überzeugen möchte, reichen von Stadtplanung und Verkehr bis hin zu Bildung und Integration sowie Finanzen. 

Mit einer aktuellen Bürgerinitiative spricht sich die Partei für eine Aufwertung der Straßenbahnen in Wien aus. So fordert sie neben der Erschließung des Wienerberges durch die Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 auch die Errichtung einer neuen Straßenbahnlinie 13, die im Idealfall vom Hauptbahnhof bis zum Schottentor führen und die Buslinie 13a ablösen soll. Daneben stimmt das LIF auch für einen Austausch der alten Straßenbahnen gegen „menschenfreundlichere". Zu den Schwerpunkten Bildung und Integration erklärt Mlinar: „Integration war viel zu lange ein Fremdwort, das Schlüsselwort lautet Bildung". Hinsichtlich der Finanzen fordert das LIF eine transparente Darstellung des Budgets, die den Bürgern Aufschluss über den Verbleib ihres Steuergeldes geben soll. 

Fokus Internet und Straße

Aufgrund eines geringen Wahlkampfbudgets fokussiert das LIF den Wahlkampf auf Internet und Straße, eine Plakatkampagne ist nicht geplant. „Aber die Plakatwellen vor dem Wahlkampf empfinde ich eh immer als unangenehm", meint Mlinar. Dass der Link der Parteihomepage auf dem Werbefolder nur schwer zu finden ist, kommentiert die Spitzenkandidatin lächelnd: „Dann haben wir das wohl vergessen. Dabei ist es so eine schöne Homepage". (Nina Grünberger, derStandard.at, 17.08.2010)

  •  Derzeit kämpft das LIF darum, bei der Wien-Wahl antreten zu dürfen.
    foto: matthias cremer

     Derzeit kämpft das LIF darum, bei der Wien-Wahl antreten zu dürfen.

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