Indische IT-Firmen erbost über US-Visagebühren

17. August 2010, 13:16
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US-Regierung verteuert Genehmigung für qualifizierte Zeitarbeiter

Die US-Regierung erhöht die Gebühren für ein H1-B-Visum um 2.000 Dollar auf künftig 2.320 Dollar (1.810 Euro). Das Visum ist auf vier Jahre befristet und wird überwiegend von IT-Firmen beantragt, die hoch qualifizierte Fachkräfte in die USA holen. Das in der vergangenen Woche verabschiedete Gesetz werde vor allem von Vertretern indischer Unternehmen heftig kritisiert, meldete das "Wall Street Journal".

Visum

Die drastische Erhöhung greift nur für Betriebe mit über 50 Beschäftigten, von denen mehr als die Hälfte mit einem derartigen Visum in den USA arbeiten. Das Gesetz habe unter anderem das Ziel, Outsourcing-Firmen daran zu hindern, Zeitarbeitsfirmen für Ausländer in den USA zu schaffen, sagte der Kongressabgeordnete Charles Schumer. Solche Unternehmen untergrüben die gängigen Lohnstrukturen. Die National Association of Software and Services Companies, ein indischer Unternehmerverband, beklagte, die Branche habe auch Arbeitsplätze für US-Bürger geschaffen und dabei die Visumsbestimmungen eingehalten. (APA/apn)

 

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