Chef der Demokraten im Senat gegen umstrittenen Bau

17. August 2010, 07:36
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Religionsfreiheit ja, aber woanders - Bauprojekt wird zunehmend Wahlkampfthema

Washington - Nun stimmen auch die regierenden Demokraten in die Kritik am Bau einer Moschee neben dem Ort der Terroranschläge des 11. September 2001 ("Ground Zero") ein. Die amerikanische Verfassung schütze zwar die Religionsfreiheit und er respektiere dies, die Moschee solle aber dennoch an einem anderen Ort errichtet werden, sagte der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, am Montag.

Der Demokrat Reid bemüht sich um die Wiederwahl im US-Staat Nevada. Sein republikanischer Konkurrent Sharron Angle hatte ihn zu einer Stellungnahme zu dem geplanten Moscheebau aufgefordert.

Das Projekt nahe dem Standort des bei den Anschlägen vom 11. September 2001 zerstörten World Trade Centers hat in den USA eine hitzige Debatte ausgelöst, weil die Anschläge von Islamisten verübt wurden. Fast 3.000 Menschen starben, als zwei Flugzeuge in die Zwillingstürme krachten und sie zum Einsturz brachten. Der republikanische Minderheitsführer im Senat, John Boehner, sagte bereits am Samstag, der geplante Bau sei keine Frage von Religionsfreiheit, sondern von Respekt. Das Recht zu haben, etwas zu tun, bedeute nicht automatisch, dass es auch das Richtige sei.

Präsident Barack Obama hat dazu erklärt, Muslime hätten "dasselbe Recht wie alle anderen in diesem Land haben, ihre Religion auszuüben". Obama erntete für diese Aussage empörte Reaktionen, woraufhin er klarstellte, dass er sich nur grundsätzlich zu den Freiheitsrechten in den USA geäußert habe. "Ich habe nicht kommentiert, ob es eine weise Entscheidung ist, an diesem Ort eine Moschee zu errichten." (APA/apn)

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    Harry Reid.

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