Kompetenzen

Kanzler sieht bei Lehrern die Länder am Zug

16. August 2010 18:24

Für Faymann ist es im Gegensatz zur Unterrichtsministerin es zweitrangig, wer für das Schulpersonal zuständig ist

Salzburg - Soll der Bund oder sollen die Länder Dienstgeber der Lehrer sein? Nach dem Vorstoß von Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) von letzter Woche - er war dafür eingetreten, neben den Pflichtschullehrern auch jene der höheren Schulen in die Landeskompetenz zu übernehmen - eine heiß diskutierte Frage.

Nur den Kanzler scheint dieser Streitpunkt kalt zu lassen: "Jeder Diskussionsbeitrag ist legitim" , sagte Werner Faymann am Montag in Salzburg. Außerdem gebe es in dieser Frage, anders als von Pröll behauptet, keine gemeinsame Position der Landeshauptleute, das habe ihm auch Wiens Bürgermeister Michael Häupl bestätigt. Der Bund könne also gar nicht am Zug sein, er warte auf einen Vorschlag der Landeshauptleute.

Anders als Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, die erneut dafür eintrat, den Bund zum Dienstgeber aller Lehrer zu machen, ließ sich Faymann in dieser Frage keine Präferenz entlocken. So oder so müsse der Verwaltungsaufwand reduziert werden. Wichtig sei es, wie die vorhandenen Mittel eingesetzt werden, damit die heimischen Schulen zur internationalen Spitze aufschließen können. Die Kompetenzfrage sei erst danach zu klären.

Faymann begibt sich damit in Widerspruch zu Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ), die noch am Wochenende im Standard erklärt hatte: "Ich bleibe bei der Bundesposition, es gibt keine andere Position seitens der Regierung. Alle Lehrer sollen Bundeslehrer sein." (pehe, DER STANDARD, Printausgabe, 17.8.2010)

Kommentar posten
24 Postings
Michael Haberler
23.08.2010 10:40
nein, es ist nicht zweitrangig, zum Geier

seit wann kosten zehn Hierarchien eigentlich dasselbe als eine - ist das jetzt Mengenrabatt ala Faymann? kann da eigentlich noch einer die Grundrechnungsarten?

es ist übrigens auch legitim einen "Diskussionsbeitrag" als Unsinn zu bezeichnen, vor allem wenn es so leicht belegbar ist

terrorpeut
20.08.2010 13:24
Faymann haette auch sagen koennen

dass er sich null auskennt. Waere ehrlicher.

PMM
20.08.2010 12:16

Schön, wenn einem der "Chef" Rückhalt gibt!

Midimalist
20.08.2010 16:10
Tut er ja!

So oder so müsse der Verwaltungsaufwand reduziert werden...

Na, was wird da wohl raus kommen?

fridakeynes
20.08.2010 11:52
hat der faymann eigentlich zu irgendwas eine meinung?

PMM
20.08.2010 12:17

Bitte richten Sie Ihre - natürlich berechtigte - Frage an die Meinungsforscher.

clangi
20.08.2010 12:14
ja eine!

er will unbedingt kanzler bleiben und viel verdienen als einfacher maturant!
dass das land gerade jetzt fähige personen an der spitze benötigt ist ihm ganz offensichtlich "wuascht"...

PMM
20.08.2010 12:20

Auch, wenn Faymann es einem schwer macht zu glauben, aber es gibt in diesem Land auch Menschen die "nur" mit Matura, manche sogar weniger als das, sehr erfolgreich, schlimmer noch, klug und fähig sind. Buckeln, Intrigieren und Lächeln reichen halt leider als Kompetenzen in der SPÖ derzeit aus......

ChristianY
17.08.2010 16:20
Wieder alles verdreht

Das ist doch kein Widerspruch!
Oder kann nicht jede Diskussion mit dem Bundeskanzler legitim sein?!

Wenn die gemeinsame Position der Landeshauptleute
endlich bekannt sein wird, müssen sie es dann aber auch erklären. Diese Leute machen sich aber selber das Leben schwer.

rote_tomate
17.08.2010 13:38
alle lehrer sollen in bundeskompetenz zusammengefasst werden ...

und in den ländern können die kompetenzen oder nichtkompetenzen eingespart werden. es sollen hier endlich ungeheure kosten, die in den landesschulräten anfallen gespart werden. warum schaut man hier nicht auf qualität, effizienz und kostenminimierung? es sollten endlich die politischen machenschaften in den landesschulräten dezimiert werden. wie schaut es in kärnten aus? hier regiert bzö und fpk in allen wichtigen positionen der schulpolitik erbärmlich. wundert sich einer, dass dieses land auf allen ebenen ruiniert wird?

jeu de paume
17.08.2010 16:32

Was passiert, wenn die LSRs abgeschafft würden?
Wären regionale Bildungsdirektionen wirklich viel billiger?

Oder sollte man nicht besser Vorhandenes prüfen, Ineffizientes verbessern bzw. weglassen und v.a. die Kirche im Dorf lassen?
Regionalität hat schon seine Bedeutung!

Btw: Ist Kärnten ganz Österreich?

LL MM
18.08.2010 14:16

In der Tat wird es nicht billiger werden. Es soll ja die Kontrolle ausgebaut werden und bisher hat es Schmied in dreieinhalb Jahren nicht einmal ansatzweise geschafft, die Bürokratie in ihrem eigenen Bundesbereich einzudämmen. Das Ministerium zeigt immer wieder, dass es auch mit Kleinigkeiten überfordert ist.

Ich weiß nicht, woher das große Vertrauen, das offenbar in Schmied gesetzt wird, kommt.

Es würde vielen Kommentatoren gut tun, sich einmal von den ganzen "gut-böse-Stereotypen" zu lösen und sich das einmal ganz genau anzuschauen.

clangi
20.08.2010 12:16
da geht es doch nicht um vertrauen!

sie will die lehrer zur mehrarbeit zwingen und hat somit das wohlwollen gewisser bevölkerungsschichten...

LL MM
20.08.2010 12:35

Das ist nicht falsch, was Sie schreiben, aber denken Sie bitte an die ganzen Lobhudeleien, die teilweise schon nordkoreanische Ausmaße erreichen. Bei vielen hat man den Eindruck, dass sie das auch noch ernst meinen.

ilse schmidt
17.08.2010 13:04
Schräg - was sich Faymann zur Chefsache erklärt..Personalbestellungen an den Schulen.

Übrigend Herr Bundeskanzler. In ihrem Kabinett gibt es eine Justizministerin die anscheinend leicht überfordert ist!!!

opti
17.08.2010 12:45
faymann - 2 x nicht genügend

strategisch, die eigene ministerin absichtlich oder aus völliger blödheit auflaufen lassen

inhaltlich, ausgerechnet bei der bildung den dorfkaiser-minifleckerteppich der politik als alternative zu bezeichnen

Lemure
 
17.08.2010 13:20
Vielleicht hat er selbst schon bemerkt,

wie daneben seine U-Ministerin ist, sie hat weder fachlich noch strategisch den nötigen Riecher.

opti
17.08.2010 13:32
noch ein doppel "5" er

sollte das seine motivation gewesen sein und er möglicherweise sogar recht haben, dann kann nur noch ein kräftiges "nein danke" lieber herr und "so nicht" helfen.

Krones
17.08.2010 12:25
kann dieser Faymann ...

über seine Nasenlänge hinaus denken? Ich behaupte NEIN, keine Macher- und schon gar keine Steherqualitäten!
Der fällt im Liegen noch um, denn wie kann er seine Min. im Regen stehen lassen und fällt den Pröll(böcken) auf diesen plumpen Ablenkungsversuch hins. Landeshypo NOE herein!
Ich glaube, er ist der Garant für den weiteren Niedergang der SPÖ - ist mir egal, ich gehöre ihr nicht an!

Der Vater Staat
17.08.2010 11:32
interessant

Interessant, dass Faymann seine eigene Ministerin abmontiert ... Einmal mehr drängt sich der Verdacht auf, dieser Mann wäre von der ÖVP eingeschleust worden, um die Sozialdemokratie zu vernichten.

wunderbar1
17.08.2010 02:34

Ich sehe bei der Bildung (vom Kindergarten bis zur Habilitation und Forschung) endlich mal die politik gefordert.

Keiner tut was, nichts geht weiter, alle kassieren ab und Österreich hinkt immer weiter hinten nach!

PostingnameemangnitsoP
16.08.2010 19:28
oiso ealich, des is jo zum speim

i mog d schmied jo ned, oba in den pungt hots afoch recht.

bitte kann wer diese pflanzerei, äh pröllerei mit dem faymännchen beenden?

jeu de paume
17.08.2010 10:58

Wie war der Abend sonst noch, wenn um 1/2 8 schon so illuminiert?

PostingnameemangnitsoP
17.08.2010 11:04
hmmmmmmmmmmmmm

schön eigentlich, nur diese bezirkskaiseridiotie verhindert den bau normaler satzformen höchst effizient.

nicht, dass zentralismus per se besser wäre, noch DIESER zentralismus, doch diese pröllisierung unserer bildungslandschaft halte ich für absolut unnötig

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.