Gekonntes Streiten ist gesund

16. August 2010, 14:08
11 Postings

Unterdrückte Konflikte führen zum Anstieg des Stresshormons Cortisol

San Diego/Iserlohn - Ein kleiner Streit zur rechten Zeit ist ganz gut - vor allem dann, wenn es um gute Gründe geht. Zu diesem Schluss kommt ein Forscherteam es Institute for Social Research an der University of Michigan beim jährlichen Treffen der American Psychological Society in San Diego. Unterdrückter Ärger ist nämlich - egal ob in der Partnerschaft, beim Chef oder beim Kind - schlecht für die Gesundheit.

Vermeidungstaktik nicht zielführend

Studienleiterin Kira Birditt hat Daten von mehr als 1.800 Erwachsenen zwischen 33 und 84 Jahren analysiert. Demnach führen unterdrückte Konflikte zum Anstieg des Stresshormons Cortisol. "Beziehungen haben einen großen Einfluss darauf, wie wir uns tagtäglich fühlen - vor allem Probleme in unseren Beziehungen", so die Studienleiterin. "Wie wir mit unseren Problemen umgehen, schlägt sich demnach auf unser Wohlergehen nieder."

Vorhergehende Studien haben gezeigt, dass verheiratete Paare, die Streitigkeiten vermeiden, früher sterben als jene, die expressiv sind. Eine andere Studie hat gezeigt, dass der Ausdruck von Ärger zu einem Gefühl der Selbstkontrolle und zu Optimismus führt. Bei jenen Menschen, die ängstlich reagieren, ist das nicht der Fall. (pte/red)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Ein kleiner Streit hier und da ist gesund

Share if you care.