Bombendroher gegen ORF Steiermark von Polizei ausgeforscht

16. August 2010, 12:37
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55-jähriger Verdächtiger leidet an Polizei an psychischer Erkrankung

 Polizisten des Landeskriminalamtes Steiermark haben jenen Mann ausgeforscht, der Sonntag früh einen Drohbrief und den Zündkopf einer Sprenggranate in einem Plastiksackerl beim ORF-Landesstudio Steiermark abgegeben hatte. Es handelt sich um einen 55 Jahre alten Pensionisten aus dem Bezirk Graz-Umgebung. Der seit Jahren an paranoider Schizophrenie leidende Mann gab an, dass er "nur" mit den Bedrohten - zwei ehemaligen ORF-Mitarbeitern - in Kontakt habe treten wollen. Den funktionslosen Zündkopf habe er vor Jahren bei einer Wanderung aufgefunden. Der Mann wurde nach den Einvernahmen in die Obhut seiner Familie übergeben und angezeigt.

Aus den Hinweisen und Spuren am Tatort habe sich relativ rasch das Bild verdichtet und schließlich zu dem Verdächtigen geführt, wie ein Ermittler der APA erklärte. Der Mann habe sich in den Abendstunden des Sonntag beim Erscheinen der Polizisten kooperativ gezeigt, er sei freiwillig mit zur Einvernahme gegangen. Der 55-Jährige hatte die beiden ORF-Mitarbeiter kontaktieren wollen, diese Vorgangsweise sei ihm in dem Moment in den Sinn gekommen. Auf die Frage, warum er nicht einen anderen Weg gewählt habe, wusste er nichts zu sagen.

Laut Polizei sah man wie auch bei der Staatsanwaltschaft keine Flucht- oder Wiederholungsgefahr. Auch eine Durchsuchung der Wohnräumlichkeiten nach Sprengstoff oder Substanzen zur Herstellung von Sprengstoffen verlief negativ. (APA)

Nachlese
Unbekannter kam mit Bombenattrappe zum ORF
- Laut Polizei gibt es auch ein "wirres Schreiben", in dem drei Exmitarbeiter des ORF bedroht werden

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