Shanghai-Ranking 2010

Österreichs Unis weiterhin abgeschlagen

16. August 2010 12:32

Sieben österreichische Unis unter Top 500 - Platz eins erneut für Harvard

Wien - Leichte Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr gibt es für die österreichischen Universitäten in dem von der Shanghai Jiao Tong University erstellten Uni-Ranking 2010. Weiterhin finden sich sieben heimische Hochschulen in dieser "Weltrangliste" der 500 besten Unis, die Medizinischen Unis Graz und Innsbruck konnten sich dabei heuer auf bessere Plätze vorarbeiten. Insgesamt bleibt Österreich dennoch weiter abgeschlagen: Beste heimische Universität ist nach wie vor die Uni Wien auf Platz 151 bis 200 (ab Platz 101 wird in 50er-, ab Platz 201 in 100er-Gruppen gereiht). Gegenüber dem Vorjahr konnte sie damit ihre Platzierung halten.

Die Medizin-Uni Wien und die Uni Innsbruck folgen wie 2009 in der Gruppe zwischen 201. und 302. Platz. Die Universität Graz sowie die Medizin-Unis Graz und Innsbruck landen in der Gruppe zwischen 303. und 401. Rang. Die beiden Medizin-Universitäten sind damit um eine Kategorie vorgerückt (2009: 402-501). Die Technische Universität Wien rangiert weiterhin in der Gruppe zwischen 402. und 501. Platz.

Platz Eins für Harvard

Einige Rochaden hat es in dem neuen Ranking in den noch immer stark US-dominierten Top Ten gegeben: Platz eins geht zwar erneut an Harvard, Stanford musste allerdings seinen zweiten Rang an Berkeley abgeben. Das MIT landet in diesem Jahr auf Platz vier und hat damit Cambridge als beste europäische Uni auf Platz fünf verwiesen. Platz sechs belegt weiter das California Institute of Technology, gefolgt von Princeton auf Rang sieben (2009: Rang 8) und der Columbia auf acht (2009: Rang 7). Die Plätze neun und zehn gehen wie schon im Vorjahr an die University of Chicago und Oxford als zweitbeste europäische Hochschule.

In Ranking fließt zum Beispiel Anzahl der Nobelpreise ein

Das Ranking der Shanghai Jiao Tong University basiert vor allem auf forschungsorientierten Indikatoren. Das sind etwa die Anzahl der Nobelpreis- und Fields-Medaillen-Gewinner unter den Absolventen bzw. dem Lehrpersonal, die Anzahl der in wissenschaftlichen Publikationen häufig zitierten Forscher in verschiedenen Disziplinen, die Anzahl der in den Zeitschriften "Nature" und "Science" publizierten Artikel und die Zahl der Forscher an der jeweiligen Uni.

US-Unis sind nicht zu schlagen

Gemessen an diesen Indikatoren sind die US-Unis nicht zu schlagen: Unter den ersten 20 Universitäten sind nur drei nicht aus den USA: die Uni Cambridge auf Platz fünf, Oxford auf Platz zehn und die Universität Tokio auf Platz 20. Die beste kontinentaleuropäische Uni und gleichzeitig beste Hochschule im deutschsprachigen Raum ist die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich auf Platz 23 (2009: 23). Im deutschsprachigen Raum folgen die Uni Zürich auf Platz 51 (2009: 54) sowie die Universität München (52; 2009: 55) und die Technische Universität München (56; 2009: 57), die allesamt Plätze gutmachen konnten.

Eigene Auswertung für europäische Unis

In einer eigenen Auswertung der besten europäischen Universitäten sind die Top Ten: Platz 1: Cambridge (2009: 1), Platz 2: Oxford (2), Platz 3: University College London (3), Platz 4: ETH Zürich (4), Platz 5: Imperial College London (5), Platz 6: Pierre and Marie Curie Universität - Paris 06 (6), Platz 7: Universität Kopenhagen (8), Platz 8: Karolinska Institut Stockholm (10), Platz 9: University Manchester (7), Platz 10: Universität Paris Sud (8).

In dieser Wertung kommt die Uni Wien auf die Plätze 57 bis 74, die Medizin-Uni Wien und die Uni Innsbruck fallen in die Gruppe zwischen 57. und 123. Platz. Die Uni Graz sowie die Medizin-Unis Graz und Innsbruck erreichen die Kategorie der Plätze 124 bis 168, die TU Wien die Ränge 169 bis 204. (APA)

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Matthias1
20.09.2010 17:32

wo sind eigentlich die Unis Salzburg und Linz, die sollen ja laut diversen Berichten auf gewissen Gebieten auch nicht so schlecht sein (Linz z.B. Polymerchemie, Materialwissenschaften, Mechatronik, ...)

47111
27.08.2010 17:25
Die 1000+ miserablen US Unis vergisst man

immofuchs
27.08.2010 13:54

Is mir eh lieber, wenn jetzt alle Chinesen nach Harvard gehen ;)
Und solche ranks haben immer ein wenig den Wohlgeruch von PISA tests.
Spannend wäre trotzdem:
wieviele Österreicher studieren in 1-10?
wieviele mit öffentlichem Stipendium?
wer glaubt jetzt noch, dass alle - unabhängig von der Kaufkraft- gleiche Bildungschancen haben.

bionic
27.08.2010 14:31

Kaum ein Oesterreicher, der an den Top Universitaeten studiert, studiert dort ohne Stipendien und die gibt es zu Hauf. Die einzigen Voraussetzung sind gute Noten, viel Engagement (denn man wird nicht jedes Stipendium bekommen fuer das man ansucht), aber es geht! Selbst wenn man aus nicht so guten Verhaeltnissen kommt!

Greets from the States
24.08.2010 02:48

If reputation and educational quality is important to a student they should avoid Austrian Universities by all means!!!

kleiner Schelm
26.08.2010 08:41

Univ. Vienna, TU Vienna and Univ. Graz for example are ranked far before most US Universities and Colleges/FHs (guess there are far more than 500 of them!). Univ.Vienna, Graz, etc.are also well-known and with good reputation in the US.

Greets from the States
27.08.2010 00:22

*rofl*
Graz? Who in the US knows Graz??
*rofl* And if somebody knows Graz it's because of Mr. Schwarzenegger in first place! *rofl*

kleiner Schelm
05.09.2010 12:35
Not the cities ...

maybe not even Austria. I know that general education in US is very bad in US. However, scientist know pretty well about colleagues and their work in Vienna and partially Graz Univ. / TU.

bionic
27.08.2010 13:47

Btw if in the USA everything is better what are you then doing here?!

Jacksonson6
26.08.2010 13:00

selten so gelacht. Kein Mensch kennt die genannten Unis in den USA.

em-sieger
13.09.2010 13:20

kann nur von berkeley sprechen und dort kennen professoren die tu graz, tu wien, boku sehr wohl

smea_gol
24.08.2010 16:03

reputation yes.
education is not that bad.

Greets from the States
26.08.2010 05:21

So you think if you'd rank universities on educational efficiency only Austrian universities would be top performers? lol. In such a ranking Austrian universities would most likely fall back even more ...

Titus Feuerfuchs
24.08.2010 15:00
Generalizations

are wrong, even this one.

Grantscherben
24.08.2010 14:05
Meine Red!

lehrer
23.08.2010 22:36
wundert nicht

wer geisteswissenschaften an uni graz studiert hat weiß wie viele dumpfe professoren da pragmatisiert herumkriechen und sowohl lehre als auch forschung nicht wirklich bereichern!

bionic
20.08.2010 15:57
Ranking hin oder her

Die oesterreichischen Universitaeten haben mit vielem zu kaempfen... Zu wenig Geld, fuer viel zu viele Studenten, die eine tolle "aber bitte gratis" Ausbildung verlangen!... Bildung mag fuer manche ein Recht sein, aber fuer mich ist ein Studium ein Privileg fuer das man hart arbeiten muss. Eine Universitaet daher ein Unternehmen dessen Dienstleistung Bildung ist. Daher sind Studiengebuehren, beschraenkte Studienplatzanzahl und Aufnahmekriterien/verfahren absolut gerechtfertigt, solange die Qualitaet stimmt! Wieso dass in Oesterreich keiner versteht, versteh ich leider nicht!

MartinB
31.08.2010 14:25
Studium ein Privileg fuer das man hart arbeiten muss.

Wenn das hart arbeiten auf Lernleistung bezogen ist dann: ja so sollte es sein.

Aber das hat dann nix mit Studiengebuehren zu tun.
Studiengebuehren sind nur eine art der finanzierung.

Raubkopierer
26.08.2010 20:06

elitäre bildung (d.h. konstenpflichtig, beschränkt, wenige plätze) bedeutet dass auch geeignete geister keinen platz bekommen, auch durch harte arbeit nicht. das bewirkt nur das ohnehin besser situierte eine höhere ausbildung erhalten, während tausende sich für den rest ihrer tage mit verkäufer-, unteren büro- und dienstleistungsjobs zufrieden geben müssen. auf dauer geht das auch nicht gut.

bionic
27.08.2010 11:50

Um genau das zu verhindern, gehoert ein intelligentes und umfangreiches Stipendiumsystem her, sowie auch guenstige Studentenkredite ("student loans").

Raubkopierer
27.08.2010 11:51

studentenkredite. nichts hört sich zukunftssicherer an als ein paar tausend euro schulden für einen guten start ins berufsleben.

bionic
27.08.2010 13:30

Was nicht sein muss... Auch hier sind wieder Bildungsministerin und Finanzminister gefragt... Erst unlaengst wurden wieder stimmen laut, die meinen, dass uns die Fachkraefte ausgehen. Eine Moeglichkeit wie es zB in Kanada ueblich ist koennte helfen: Chemiker gesucht... Chemiestudent der nach dem Student noch min. 3 Jahre in Kanada in der Chemie arbeitet muss sein Darlehen nicht bezahlen. Es gibt immer Moeglichkeiten!

Raubkopierer
27.08.2010 13:54

wir wollen also lieber jungen menschen einreden, sie sollen schulden machen, ein studium durchziehen dass sie nicht mögen, und erklären dann der bank, sollten die nicht mehr ganz jungen menschen dann einen job haben, den sie nicht mögen, dass sie auch noch das investierte geld zu erlassen haben?
der plan wird immer besser! und sollte sich die wirtschaftslage derart geändert haben, dass es plötzlich für ganze jahrgänge keine jobs gibt, haben wir lauter fh-spätzwanziger ohne zukunftsaussicht. sie sollten das der bildungs-partei övp vorlegen, das ist eine ganz neue dimension zur zugrunderichtung des bildungsstandards.

bionic
27.08.2010 14:37

Ich will jungen Menschen nicht einreden ein Studium zu nehmen, dass ihnen nich gefaellt und dann ungluecklich mit dem Job zu sein. Ganz im Gegenteil! Jeder soll dass studieren, was ihm gefaellt, aber dann ueber den Tellerrand schauen und sich nach Moeglichkeiten umsehen. Es gibt sie immer, selbst in Systemen mit heftigen Zugangsbeschraenkungen, Studiengebuehren, etc. Die Welt ist nicht schwarz weiss!

bionic
27.08.2010 14:25

Wenn ich es mit viel Eifer, Studiengebuehren und Zugangsbeschraenkungen an eine Uni geschafft habe, die wieder ganz Top im Ranking ist, mit Studiendarlehen, dann schafft das auch jeder andere. Ich komme auch aus keiner wohlhabenden Familie und mein Darlehen hab ich selbst abbezahlt (auch mit Hilfe von Stipendien, die ich mir selbst suchen musste etc.) und die Effektivkosten (die fuer mich unterm Strich ueberblieben) fuer mein Studium liegen bei dem was ich in Oesterreich waehrend Studiengebuehren Jahre gezahlt haette. Fuer die Ausbildung, die ich bekommen hab und meinen jetzigen Job... Definitiv all die Muehe wert!

Wenn man will findet man einen Weg und Moeglichkeiten!

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