Hoffnung auf weitere Fotos zerschlagen

16. August 2010, 11:53
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Auf Bildern eines Zeugen vom Donauinselfest ist die Vermisste nicht zu sehen

Die Hoffnung der Ermittler auf weitere Fotos von der seit mehr als vier Jahren vermissten Julia Kührer aus Niederösterreich, die sie wenige Tage vor ihrem Verschwinden beim Besuch des Donauinselfestes in Wien zeigen sollen, hat sich zerschlagen. Die Daten auf dem zerstörten PC eines Zeugen, der Bilder geschossen hatte, konnten zwar wiederhergestellt werden, "allerdings ist Julia darauf nicht zu sehen", sagte Helmut Greiner, Sprecher im Bundeskriminalamt (BK).

Motorsportler verhört

Viel mehr beschäftigen die Ermittler die Einvernahmen von Motorsportlern, die am 24. Juni 2006 an einer Moto-Cross-Veranstaltung in Schrattenthal (Bezirk Hollabrunn) teilgenommen haben. Julia Kührer besuchte das Rennen im Anschluss an das Donauinselfest. Von 21.00 bis 23.11 Uhr soll sie sich dort aufgehalten haben. Unklar ist allerdings, mit wem das Mädchen die Veranstaltung besuchte. Möglicherweise hat sie dort jemanden kennengelernt, mit dem sie sich am Tag ihres Verschwindens getroffen hat. Abgeholt wurde Julia von ihrem Bruder von der Zufahrt zum Gelände.

Etwa ein Drittel der über 30 Motorsportler wurden mittlerweile befragt. "Allerdings sind viele auf Urlaub", sagte Greiner, was die Befragungen etwas verzögert. Dennoch seien die Ermittler zuversichtlich, so der Sprecher. (APA)

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