Murray schreibt Geschichte

16. August 2010, 11:00
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Schotte verteidigt Titel in Kanada - Weltranglisten-Vierter blieb gegen Nadal und Federer ohne Satzverlust - Clijsters triumphiert in Cincinnati

Toronto/Cincinnati - Nur drei Wochen nachdem sich der Weltranglisten-Vierte Andy Murray von seinem langjährigen Coach Miles Maclagan getrennt hatte, hat er am Sonntag seinen Titel beim mit 2,43 Mio. Dollar dotierten Hartplatzturnier von Toronto erfolgreich verteidigt. Der 23-jährige Schotte besiegte den Schweizer Roger Federer im Finale 7:5,7:5. Mit seinem ersten Titel in dieser Saison spielte sich Murray auch in die Mitfavoritenrolle für die am 30. August beginnenden US Open.

Murray revanchierte sich damit für bereits drei verlorene Finali gegen Federer. Im Halbfinale hatte der Brite bereits den spanischen Weltranglisten-Führenden Rafael Nadal klar mit 6:3,6:4 besiegt. Damit ist Murray der erst fünfte Spieler, dem es gelungen ist, sowohl Federer als auch Nadal in einem Turnier zu besiegen. "Ein Turnier zu gewinnen, ist immer großartig. Aber hier habe ich erstmals Rafa und Roger besiegt, und das ist wohl die erfreulichste Sache überhaupt - zumal ich gegen beide nicht einmal einen Satz abgegeben habe", sagte der Weltranglisten-Vierte.

Die Zuschauer erlebten eine sehr abwechslungsreiche Partie mit einigen Höhen und Tiefen, wobei einige Regenunterbrechungen den Rhythmus der Spieler störten. Federer startete katastrophal in die Partie und musste zwei Breaks zum 0:3 hinnehmen, fand danach besser ins Spiel und kämpfte sich zum 5:5 zurück. Der ehemalige Weltranglisten-Erste zollte seinem Kontrahenten Respekt: "Er hat gut gespielt, war aggressiv. Zurückzukommen und trotzdem den Satz zu verlieren, tat weh. Und dann die Regenpausen - ich bin irgendwie nie in den Rhythmus gekommen."

Trotz der Niederlage verbesserte sich Federer auf Kosten des Serben Novak Djokovic auf den zweiten Platz der ATP-Weltrangliste. Der 29-Jährige fand in einem von einigen Regenunterbrechungen geprägten Spiel nicht zu seinem Rhythmus und nannte Murray einen verdienten Sieger. Der Schweizer gab sich trotz seiner siebenten Niederlage im zwölften Match gegen Murray selbstbewusst: "Ich fühle mich ehrlich gesagt gut. Und das ist ein gutes Zeichen für die kommenden Aufgaben."

Clijsters-Triumph in Cincinnati

Kim Clijsters hat das mit zwei Millionen Dollar dotierte Hartplatzturnier in Cincinnati gewonnen. Die als Nummer vier gesetzte Belgierin besiegte die Russin Maria Scharapowa nach 2:27 Stunden mit 2:6,7:6(4),6:2. Das Finale musste beim Stand von 6:2,5:3 für Scharapowa wegen Regens unterbrochen werden. Danach gab die Russin, die zuvor bereits drei Matchbälle hatte, die Führung völlig aus der Hand.

Zudem machte Scharapowa eine Fußverletzung zu schaffen. Im dritten Satz wehrte die als Nummer zehn gesetzte Russin vier Matchbälle ab, ehe Clijsters die Partei für sich entschied. (APA/Reuters)

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    Andy Murray im Rampenlicht.

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