800-Meter-Weltmeisterin verzichtet auf Klage

16. August 2010, 10:18
6 Postings

Wegen Diskussion um ihr Geschlecht wurde Caster Semenya elf Monate das Startrecht bei Frauenwettkämpfen entzogen

München - Caster Semenya  plant nach ihrer Rehabilitierung durch den Leichtathletik-Weltverband IAAF keine Schadenersatzklage, obwohl der 800-Meter-Weltmeisterin durch die Diskussion um ihr Geschlecht elf Monate das Startrecht bei Frauenwettkämpfen entzogen worden war. 'Wir denken nicht über Klagen nach, nur darüber, wie sie wieder in Topform kommt', sagte der Trainer der 19-jährigen Südafrikanerin, Michael Seme, dem Nachrichtenmagazin Focus: 'Alles andere hat Caster vergessen.'

Persönlichkeitsrechte der Betroffenen

Kurz vor dem traditionellen Leichtathletik-Meetings Istaf im Berliner Olympiastadion, auf dem Semenya starten wird, zeigte sich IOC-Vize Thomas Bach befremdet über die sportjuristische Vorgehensweise im ihrem Fall. 'Egal, wie man wissenschaftlich in der Sache entscheidet, in Zukunft müssen die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen besser geschützt bleiben', sagte Bach dem Focus: 'Es darf nicht sein, dass die Sportwelt ein Jahr über jemandes Geschlecht diskutiert.' (sid)

  • 11 Monate konnte Caster Semenya (rechts) nicht starten.
    foto: epa/pekka sipola finland out

    11 Monate konnte Caster Semenya (rechts) nicht starten.

Share if you care.