Marek gegen Partnerschaftsvertrag-Vorschlag

16. August 2010, 09:57
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"Alles was in Richtung Einführung der 'Ehe light' durch die Hintertür geht, wird es mit der ÖVP nicht geben", so Christine Marek

Wien - Der Vorstoß von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek für einen "Partnerschaftsvertrag" auch für heterosexuelle Paare, den sie in der Debatte um die gemeinsame Obsorge gemacht hat, stößt erwartungsgemäß auf Widerstand in der ÖVP. "Alles was in Richtung Einführung der 'Ehe light' durch die Hintertür geht, wird es mit der ÖVP nicht geben", ließ Familienstaatssekretärin Christine Marek über ihren Sprecher ausrichten.

"Wir stehen zur Institution der Ehe, mit allen Rechten und Pflichten", so der Marek-Sprecher. Pflichten hatte auch Heinisch-Hosek verlangt, und zwar für Väter in unverheirateten Lebenspartnerschaften. Sie fordert ein "umfassendes neues Familienrecht" und einen "Partnerschaftsvertrag" abseits der Ehe als Voraussetzung für eine dann automatische gemeinsame Obsorge.

Äpfel und Birnen

Marek wirft Heinisch-Hosek vor, dass sie Äpfel mit Birnen vermische. Es gehe in der Debatte um die gemeinsame Obsorge und das Kindeswohl, nicht um die Schaffung eines neuen Rechtsinstituts. Ähnlich sieht das Justizministerin Claudia Bandion-Ortner. Sie will sich vor allem der Kinder nach einer Scheidung annehmen, Heinisch-Hosek habe hier keine wirklichen Argumente für ihren Widerstand gegen die gemeinsame Obsorge, so ein Sprecher. (APA) 

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