Ölpreise mit Abschlägen

18. August 2010, 14:27
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Wien - Der Ölpreis hat am frühen Mittwochnachmittag tiefer gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im September 75,10 Dollar und damit 0,88 Prozent weniger als am Dienstag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 76,21 Dollar gehandelt.

Händler begründeten den Rückgang mit den aktuellen Lagerdaten aus den USA. Der Anstieg der US-Rohöllagerbestände um 5,9 Mio. Barrel in der vergangenen Woche fiel laut dem American Petroleum Institute (API) unerwartet hoch aus. Der Lageraufbau ging trotz einer gestiegenen Raffinerieauslastung und rückläufiger Importe von statten.

Die Ölmarktdaten dieser Woche sind ein Spiegelbild jener der letzten Woche. Das deute laut den Experten der Commerzbank auf ein anhaltendes Überangebot mit Rohöl hin. Am heutigen Nachmittag veröffentlicht das US-Energieministerium die neuesten Daten. Einen deutlicheren Preisrückgang könne momentan nur das anhaltende Anlegerinteresse verhindern, hieß es von Commerzbank-Seite weiter.

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.223,00 Dollar und damit tiefer zum Dienstags-Vormittags-Fixing von 1.226,25 Dollar. Der Goldpreis zeigte sich weiterhin deutlich über der psychologisch wichtigen Marke von 1.200 Dollar.

Gold bleibt interessant

Unterstützt wurde der Goldmarkt vom anhaltenden Anlegerinteresse. China hat unterdessen zwar seine Goldproduktion ausgeweitet, das dürfte allerdings keine Auswirkung auf die Preisentwicklung haben. Die zweitgrößte Weltwirtschaft hat gleichzeitig auch die Nachfrage angehoben.

Von festen Aktienmärkten und einem schwächeren Dollar profitierten Commerzbank-Experten zufolge die Metallpreise. Der australische Bergbaukonzern BHP Billiton strebt mittlerweile eine feindliche Übernahme des weltgrößten Kali-Produzenten Potash an. Gerade erst wurde der geplante Zusammenschluss mehrerer russischer Unternehmen in der Branche bekannt. Diese Faktoren dürften die Kurse von Minenaktien antreiben und zu einem verstärkten Risikoappetit unter Marktteilnehmern führen, hieß es weiter. (APA)

 

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