Rauschendes Fest der Gastgeber

15. August 2010, 21:13
1 Posting

Cseh und Hosszu sorgten für "Heimsiege" - Zweites Gold für Therese Alshammar

Budapest - Budapest hat am Sonntag bei der Langbahn-Schwimm-EM bei voll besetzten Tribünen einen rauschenden Abschluss erlebt. Die Fans hatten zwei Doppelsiege der Lokalmatadore zu feiern, angeführt von Katinka Hosszu und Laszlo Cseh. Den Sieg in der Medaillenwertung ließ sich aber Frankreich nicht nehmen, Österreich wurde 14. Frankreich heimste auch die Champions Trophy für das punktbeste Team ein.

Dabei wäre der in 21,49 Sekunden eingefahrene Kraulsprintsieg von Frederick Bousquet für Rang eins im Medaillenspiegel nicht mehr nötig gewesen. Hinter dem Schweden Stefan Nystrand kam mit Fabien Gilot ein weitere Franzose auf das Podest. Über 50 m Kraul der Damen setzte sich die Schwedin Therese Alshammar in 24,45 durch, die 32-Jährige fügte ihrer Sammlung von rund 70 Medaillen in Budapest je zwei Gold und Bronze sowie ein Silber dazu.

Hosszu brachte das Heim-Publikum zuerst zum Toben, indem sie die 200 m Delfin in 2:06,71 Minuten 35/100 vor ihrer Landsfrau Zsuzsanna Jakabos entschied. Danach holte sich Laszlo Cseh auch den zweiten Lagen-Titel. Der auf der 200-m-Distanz vor Markus Rogan siegreich gebliebene Magyar setzte sich in 4:10,95 um 2,01 Sekunden vor David Verraszto durch. Damit rückte Ungarn mit sechs Gold bzw. 13 Medaillen knapp an die Top-3-Länder heran.

Über 400 m Kraul der Damen verhalf der Britin Rebecca Adlington ein starkes Finish zum in 4:04,55 fixierten Erfolg. Erwartungsgemäß war der Triumph von Julia Jefimowa im Brustsprint, 30,29 Sekunden bedeuteten EM-Rekord. Sie verspielte aber danach den Gewinn der russischen Lagenstaffel, indem sie als Zweite des Quartetts einen Frühstart hinlegte. So siegten in 3:59,72 die Britinnen Gemma Spofforth, Kate Haywood, Francesca Halsall und Amy Smith.

Eine Disqualifikation gab es auch in der Herren-Staffel, auf dem Gewissen hatte sie der kraulende deutsche Schluss-Schwimmer Markus Deibler. Am Siegerbild änderte das aber nichts. Camille Lacourt schickte seine Kollegen Hugues Duboscq, Frederick Bousquet, Fabien Gilot mit einer wieder exzellenten Rückenleistung auf die Reise, Frankreich gewann mit dem EM-Rekord von 3:31,32 vor Russland und den Niederlanden.

Mit dem in 52,11 Sekunden über 100 m Rücken für den einzigen Europarekord dieser Titelkämpfe verantwortlichen Lacourt und Hosszu holten zwei Aktive drei Goldmedaillen. In Individualbewerben errangen neben diesem Duo auch der Franzose Sebastien Rouault und Cseh bzw. Alshammar, die Dänin Lotte Friis und die an Rückenschmerzen leidende Jefimowa je zwei Titel. In Einzel-Events am erfolgreichsten war Hosszu, da sie zudem noch ein Silber gewann. (APA)

Share if you care.