RIM bot Indien Überwachungswerkzeuge für Blackberrys an

15. August 2010, 18:08
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Behörden sollen aber "nur" Metadaten auslesen können

Der kanadische Mobilfunkkonzern Research in Motion hat Indien Werkzeuge angeboten, die es der Regierung ermöglichen, Blackberry-Handys zu überwachen. Dies gehe aus Protokollen zu geheimen Verhandlungen hervor, berichtet das Wall Street Journal.

Verschlüsseltes Dilemma

Anders als die übrigen Handy-Firmen lässt RIM seine Datenströme nicht über die Server eines lokalen Telefonanbieters laufen, sondern über eigene in Kanada und Großbritannien. Emails, die von einem Blackberry versandt werden, überträgt das System in verschlüsselter Form. Nicht einmal RIM selbst könne die Nachrichten auslesen, heißt es. Staaten wie Indien oder auch die Vereinigten Arabischen Emirate haben deswegen Sicherheitsbedenken geltend gemacht. Terroristen könnten das Netz zur Vorbereitung von Anschlägen nutzen.

"Nur Metadaten"

Um der indischen Regierung entgegen zu kommen und möglicherweise auch um ein strikteres Vorgehen gegen RIM zu vermeiden, dürfte der Konzern den indischen Behörden deshalb Überwachungslösungen angeboten haben. Allerdings, so heißt es laut dem Bericht, könnten damit keine Email-Inhalte ausgelesen werden. Die Behörden müssten sich mit Metadaten wie Sender und Empfänger zufrieden geben. (zw)

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