Silber für Kanutin Kuhnle in der Slowakei

15. August 2010, 17:37
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23-jährige Niederösterreicherin musste sich nur überragender Dukatova beugen - Helmut Oblinger Siebenter

Cunovo/Slowakei - Wildwasser-Kanutin Corinna Kuhnle hat am Sonntag bei den Europameisterschaften auf der Donau in Cunovo die Silbermedaille im Kajak-Einer-Bewerb gewonnen. Die Athletin von NF Höflein musste sich nur der slowakischen Lokalmatadorin Jana Dukatova, die mit mehr als vier Sekunden Vorsprung auf Kuhnle einen überlegenen Triumph feierte, geschlagen geben. Bronze ging an die Slowenin Ursa Kragelj, die eine famose Bestzeit im Finale vorgelegt hatte.

Nachdem sich anschließend Konkurrentin um Konkurrentin an dieser Marke die Zähne ausgebissen hatte, behielt erst Kuhnle die Nerven und war in Summe noch 31/100 Sekunden schneller als Kragelj. Die Bestzeit der 23-jährigen Heeressportlerin hielt dann bis zur entfesselt fahrenden Dukatova, die den Heimvorteil auf der extrem selektiven Strecke perfekt nutzte und auch noch Silber im Canadier-Einer gewann.

Für Kuhnle war es die erste EM-Einzelmedaille in der allgemeinen Klasse. Die HTL-Wirtschaftsingenieurin hatte bereits in diversen Nachwuchs-Klassen ihr Talent unter Beweis gestellt, so holte sie U23-EM-Bronze 2008 und 2010, 2004 war sie Junioren-Vizeeuropameisterin geworden. Im Teambewerb war die Höfleinerin 2005 WM- und EM-Dritte geworden. "Ich habe eine Riesenfreude und bin überglücklich", frohlockte Kuhnle, deren großes Ziel die Sommerspiele 2012 in London sind, will sie doch so wie ihre Teamkollegin Violetta Oblinger-Peters einmal eine Medaille im Zeichen der Fünf Ringe holen.

Die Olympia-Dritte aus Oberösterreich verpasste diesmal nach etwas zu verhaltener Fahrweise als Halbfinal-Elfte den Aufstieg in die Medaillenentscheidung um knapp zwei Sekunden. Ihr Ehemann Helmut Oblinger wurde Siebenter. Damit hat der 37-Jährige nach Rang acht bei Olympia in Peking 2008 und Platz sechs im Vorjahr bei der WM in Spanien erneut bewiesen, dass er noch immer zur Weltklasse gehört.

Gold sicherte sich der slowenische Weltmeister Peter Kauzer hauchdünn vor seinem Landsmann Jure Meglic (+0,15 Sek.). Oblinger, der wegen einer Torberührung zwei Strafsekunden aufgebrummt bekommen hatte, lag am Ende 4,04 Sekunden hinter dem Bronzerang des Tschechen Vavrinec Hradilek. (APA)

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