Umweltschützer wollen Partei gründen

15. August 2010, 15:02
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Nach dem Vorbild der Grünen in anderen europäischen Ländern

Madrid - Führende spanische Umweltschützer wollen eine Partei nach dem Vorbild der Grünen in anderen europäischen Ländern gründen. Wie die Madrider Zeitung "El Pais" am Sonntag berichtete, beteiligen sich an dem Vorhaben unter anderem der frühere Präsident von Greenpeace in Spanien, Juantxo Lopez de Uralde, und der langjährige Vorsitzende der Umweltschutzorganisation SEO/Birdlife, Alejandro Sanchez. Die Pläne würden von den Europäischen Grünen und von den katalanischen Öko-Sozialisten (ICV) unterstützt, die im spanischen Parlament mit einem Sitz vertreten sind.

Die Initiatoren begründen ihren Schritt damit, dass die Spanier nach Umfragen ebenso um die Umwelt besorgt seien wie andere Europäer, die Grünen in der spanischen Politik aber keine Rolle spielten. Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero hatte 2008 das Amt eines eigenständigen Umweltministers abgeschafft und das Ministerium mit dem Agrarministerium zusammengelegt. In Spanien war erstmals 1984 eine Grünen-Partei (Los Verdes) gegründet worden.

Der Umweltaktivist Uralde hatte im Dezember 2009 für Schlagzeilen gesorgt, als er sich auf dem Weltklimagipfel in Kopenhagen beim Gala-Diner der Staats- und Regierungschefs eingeschlichen und ein Transparent enthüllt hatte. Er wurde festgenommen und erst mehrere Tage später wieder freigelassen. (APA/dpa)

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    Proteste für die Freilassung Uraldes vor der dänischen Botschaft in Madrid im Dezember 2009

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