Jukic fehlten sieben Sekunden

15. August 2010, 12:17
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Einbruch des 21-Jährigen im Vorlauf über 400 Meter Lagen - auch Staffel trotz Rekord nicht schnell genug für Finale - Steinegger 13. über 400 Meter Kraul

Budapest - Für die letzte Langbahn-Finalsession der Schwimm-Europameisterschaften in Budapest am Sonntag konnte sich kein Österreicher qualifizieren. Der Herren-Staffel über 4 x 100 m Lagen fehlten als 11. 1,58 Sekunden auf den Aufstieg, Jördis Steinegger war über 400 m Kraul als 13. 2,95 Sekunden vom Weiterkommen entfernt, Dinko Jukic fehlten über 400 m Lagen als 18. gleich 6,96 Sekunden.

Das Abschneiden des Vierten über 200 m Delfin war ebenso überraschend wie enttäuschend. Vom Potenzial her ist für ihn eine Finalteilnahme durchaus möglich, schließlich hatte er ja auch seine Bronzemedaille von Eindhoven 2008 zu verteidigen. "Der letzte Tag mit dieser kräfteraubenden Strecke ist nie einfach", erklärte der 21-Jährige. "Das Feld war auch unglaublich schnell." Jukic kam mit 4:24,97 bei weitem nicht an seine Saisonbestzeit heran.

Auf der Delfinlage hatte der Wiener noch sehr gut mitgehalten, war in der Rücken-Lage zurückgefallen. Der Hammer kam dann in der Brust-Lage. "Ich habe eine neue Technik probiert, mit weniger Zügen mehr an der Wasseroberfläche gleiten." Diese hatte seine Schwester Mirna Jukic zu ihren Erfolgen geführt. Den jüngeren Bruder kostete dieser für ihn ungewohnte Stil jedoch die letzten Reserven, er konnte nur noch das Rennen fertigkraulen.

Steinegger war mit ihren 4:14,57 Minuten nach ihrem bisher nicht so berauschenden EM-Abschneiden zufrieden. "Das ist okay. Die 400 m liegen mir sicher besser", sagte die Steirerin. Die Saison ist für die ASV-Linz-Athletin noch nicht zu Ende, nimmt sie doch wie einige andere aus dem EM-Team auch in der letzten August-Woche in Deutschland an den Militär-Weltmeisterschaften teil. Maxim Podoprigora und Dominik Dür sind ebenso genannt.

Nach den Diskussionen um die Nichtnominierung einer OSV-Herren-Kraulstaffel waren die Kräfte in den Lagenbewerb gebündelt worden. Markus Rogan (Rücken), Hunor Mate (Brust), Martin Spitzer (Delfin) und David Brandl (Kraul) blieben trotz österreichischem Nationalteam-Rekord von 4:40,35 Minuten allerdings doch recht deutlich von den Top Acht entfernt. Spitzer brachte eine sehr gute Leistung, seine drei Kollegen blieben unter den Erwartungen.

"Mit viermal Martin wären wir drinnen gewesen", sprach Rogan dem Delfin-Schwimmer Lob aus. "Dabei bin ich gestern extra früher schlafen gegangen. Spitzer: "Ich bin enttäuscht, dass es sich nicht ausgegangen ist. Leider sind nicht alle an ihre Bestzeiten herangekommen." Brandl sagte, dass sein Coach Marco Wolf mit seiner Leistung zufrieden gewesen war. Damit waren die Titelkämpfe auch für Jukic zu Ende, er wäre im Finale statt Brandl zum Einsatz gekommen. (APA/red)

Vorlauf-Ergebnisse vom Sonntag:

DAMEN:

  • 400 m Kraul (Top 8 im Finale/27 Teilnehmerinnen): 1. Rebecca Adlington (GBR) 4:07,95 Minuten - 2. Patricia Castro Ortega (ESP) 4:09,35 - 3. Lotte Friis (DEN) 4:09,56. Weiter: 13. Jördis Steinegger (AUT) 4:14,57 (Aufstieg um 2,95 Sekunden verfehlt)

HERREN:

  • 400 m Lagen (Top 8 im Finale/24): 1. Laszlo Cseh (HUN) 4:14,01 Minuten - 2. David Verraszto (HUN) 4:14,73 - 3. Gergo Kis (HUN) 4:14,76 (als nur drittbester Ungar out). Weiter: 18. Dinko Jukic (AUT) 4:24,97 (Aufstieg um 6,96 Sekunden verfehlt)
  • 4 x 100 m Lagen (Top 8 im Finale/16 Staffeln): 1. Niederlande 3:36,00 Minuten - 2. Frankreich 3:36,03 - 3. Großbritannien 3:37,22. Weiter: 11. Österreich (Markus Rogan, Hunor Mate, Martin Spitzer, David Brandl) 4:40,35 (österreichischer Rekord; Aufstieg um 1,58 Sekunden verfehlt)
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