Fidel Castro warnt vor Verschärfung der Krise mit den USA

26. April 2003, 11:28
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Kubas Staatschef wirft Exilkubanern Provozieren eines bewaffneten Konflikts vor

Havanna - Kubas Staats- und Parteichef Fidel Castro hat den antikommunistischen Exilkubanern in den USA vorgeworfen, einen bewaffneten Konflikt provozieren zu wollen. Eine "mafiöse Gruppe in Miami" (US-Bundesstaat Florida) wolle zu diesem Zweck einen Bruch der Migrationsabkommen zwischen beiden Ländern herbeiführen und eine Massenflucht von Kubanern in die USA auslösen, sagte Castro in einer Fernsehrede am Freitagabend in Havanna.

Die Beziehungen zwischen Kuba und den USA haben sich in diesem Monat nach der Verurteilung von 75 Dissidenten und der Hinrichtung von drei Bootsentführern wieder verschlechtert. US-Medienberichten zufolge plant Präsident George W. Bush als Reaktion darauf Geldüberweisungen nach Kuba zu verbieten und Direktflüge stark einzuschränken.

Kubanische Gerichte hatten Anfang April 75 Regimekritiker wegen ihrer Kontakte zu US-Diplomaten zu Gefängnisstrafen von zusammen 1454 Jahren verurteilt. Einige Tage später wurden drei Männer, die versucht hatten, eine Passagierfähre in die USA zu entführen, im Schnellverfahren zum Tode verurteilt und hingerichtet. (APA/dpa)

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