China: Täglich mehr als 100 Infektionen

25. April 2003, 18:29
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Rund 4000 Menschen, die in Kontakt zu Infizierten standen, wurden zu Hause unter Quarantäne gestellt

Peking/Wien - Die weiter rasant zunehmende Ausbreitung der Lungenkrankheit Sars (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom) hat am Freitag in China zu noch drastischeren Maßnahmen geführt. Rund um Peking wurden Kontrollposten eingerichtet, um Sars-Kranke am Verlassen der Stadt zu hindern.

Rund 4000 Menschen, die in Kontakt zu Infizierten standen, wurden zu Hause unter Quarantäne gestellt, ein weiteres Krankenhaus abgeriegelt. Meldungen über eine mögliche Verhängung des Kriegsrechts wurden von offiziellen Stellen vehement dementiert.

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO werden in China täglich mehr als 100 Infektionsfälle bekannt, die Zahl der Todesopfer liegt (inklusive Hongkong) über 220. Von den Philippinen wurden zwei erste Todesfälle gemeldet.

Weltweit sind bis Freitagmittag laut WHO-Mitteilungen 4439 Infektionsfälle und 263 Sars-Todesopfer registriert worden. (APA, dpa, DER STANDARD Prinatausgabe 26/27.4.2003)

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