Ex-Spionagechef Hijasi gefasst

25. April 2003, 19:57
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Wurde laut Angaben aus US-Kreisen an der irakisch-syrischen Grenze gefangen genommen und befinde sich in US-Gewahrsam -Hijasi soll Anschlag auf Bush senior geplant haben

Washington - Die US-Streitkräfte haben am Freitag einen ehemaligen hochrangigen irakischen Geheimagenten gefasst. Wie ein Vertreter der US-Regierung in Washington mitteilte, wurde Faruk Hijasi im Irak nahe der Grenze zu Syrien festgenommen. Er stehe im Verdacht, an den Planungen eines 1993 geplanten Mordanschlages auf den früheren US-Präsidenten George Bush in Kuwait beteiligt gewesen zu sein.

"Er befindet sich in US-Gewahrsam", sagte der US-Vertreter in Washington. Weitere Angaben zu den Umständen der Festnahme machte er zunächst nicht. Hijasi steht nicht auf der Liste der von den USA 55 meistgesuchten Vertretern der irakischen Ex-Führungsspitze, von denen inzwischen zwölf gefasst sind. In der vergangenen Woche hatten US-Soldaten Hijasi in Syrien aufgespürt, als er aus Tunesien zurückkehrte, wo er eine Zeit lang Botschafter war. In Syrien habe der frühere Geheimdienstler Unterschlupf finden wollen.

Hijasi war Anfang der 90er Jahre die Nummer drei des irakischen Geheimdienstes, auch als irakische Agenten am 14. April 1993 in Kuwait einen Anschlag auf Bush senior geplant haben sollen. Als Vergeltung für die Pläne hatte der damalige Präsident Bill Clinton Ende Juni des Jahres die Geheimdienstzentrale in Bagdad mit 23 Marschflugkörpern beschießen lassen. Dabei kamen nach irakischen Angaben sechs Menschen ums Leben. Der jetzige US-Präsident George W. Bush hatte sich im vergangenen September auf Hijasi bezogen als "den Typen, der meinen Vater umbringen wollte".

Viel ist von Faruk Hijasi nicht bekannt. Der frühere Leiter der Auslandseinsätze des irakischen Spionagedienstes wirkte eher im Geheimen. Allerdings gilt er US-Regierungskreisen als mögliches Bindeglied zwischen dem Bagdader Regime und dem Terrornetzwerk El Kaida. Nach der Festnahme Hijasis am Freitag erhofft sich Washington entsprechende Informationen - und Hinweise auf den Verbleib Saddam Husseins.

"Dies ist ein großer Fang", sagte der frühere CIA-Direktor James Woolsey dem Fernsehsender CNN. "Dieser Mann hatte seine Finger bei einer Reihe von Kontakten mit El Kaida im Spiel." Auch der irakische Oppositionspolitiker Haidar Ahmed spricht von einer Verbindung Hijasis mit dem Netzwerk von Osama bin Laden. 1998 soll Hijasi - damals war er Botschafter in der Türkei - nach Angaben aus US-Regierungskreisen in Afghanistan mit Osama bin Laden zusammengetroffen sein. Die irakische Regierung hatte die Vorwürfe jedoch zurückgewiesen.

Auch Berichte von weiteren mutmaßlichen Treffen Hijasis mit El-Kaida-Mitgliedern sind auf Widerspruch gestoßen. So hatte das Magazin "Newsweek" von einer Begegnung Hijasis mit dem mutmaßlichen Drahtzieher der September-Anschläge, Mohammed Atta, im April 2001 in Prag berichtet. Dies wurde von anderen Beobachtern jedoch in Zweifel gezogen. Hijasi stammt aus einer palästinensischen Familie.

Washington (APA/AFP/ap) - Die US-Streitkräfte haben am Freitag einen ehemaligen hochrangigen irakischen Geheimagenten gefasst. Wie ein Vertreter der US-Regierung in Washington mitteilte, wurde Faruk Hijasi im Irak nahe der Grenze zu Syrien festgenommen. Er stehe im Verdacht, an den Planungen eines 1993 geplanten Mordanschlages auf den früheren US-Präsidenten George Bush in Kuwait beteiligt gewesen zu sein.

"Er befindet sich in US-Gewahrsam", sagte der US-Vertreter in Washington. Weitere Angaben zu den Umständen der Festnahme machte er zunächst nicht. Hijasi steht nicht auf der Liste der von den USA 55 meistgesuchten Vertretern der irakischen Ex-Führungsspitze, von denen inzwischen zwölf gefasst sind. In der vergangenen Woche hatten US-Soldaten Hijasi in Syrien aufgespürt, als er aus Tunesien zurückkehrte, wo er eine Zeit lang Botschafter war. In Syrien habe der frühere Geheimdienstler Unterschlupf finden wollen.

Hijasi war Anfang der 90er Jahre die Nummer drei des irakischen Geheimdienstes, auch als irakische Agenten am 14. April 1993 in Kuwait einen Anschlag auf Bush senior geplant haben sollen. Als Vergeltung für die Pläne hatte der damalige Präsident Bill Clinton Ende Juni des Jahres die Geheimdienstzentrale in Bagdad mit 23 Marschflugkörpern beschießen lassen. Dabei kamen nach irakischen Angaben sechs Menschen ums Leben. Der jetzige US-Präsident George W. Bush hatte sich im vergangenen September auf Hijasi bezogen als "den Typen, der meinen Vater umbringen wollte".

Viel ist von Faruk Hijasi nicht bekannt. Der frühere Leiter der Auslandseinsätze des irakischen Spionagedienstes wirkte eher im Geheimen. Allerdings gilt er US-Regierungskreisen als mögliches Bindeglied zwischen dem Bagdader Regime und dem Terrornetzwerk El Kaida. Nach der Festnahme Hijasis am Freitag erhofft sich Washington entsprechende Informationen - und Hinweise auf den Verbleib Saddam Husseins.

"Dies ist ein großer Fang", sagte der frühere CIA-Direktor James Woolsey dem Fernsehsender CNN. "Dieser Mann hatte seine Finger bei einer Reihe von Kontakten mit El Kaida im Spiel." Auch der irakische Oppositionspolitiker Haidar Ahmed spricht von einer Verbindung Hijasis mit dem Netzwerk von Osama bin Laden. 1998 soll Hijasi - damals war er Botschafter in der Türkei - nach Angaben aus US-Regierungskreisen in Afghanistan mit Osama bin Laden zusammengetroffen sein. Die irakische Regierung hatte die Vorwürfe jedoch zurückgewiesen.

Auch Berichte von weiteren mutmaßlichen Treffen Hijasis mit El-Kaida-Mitgliedern sind auf Widerspruch gestoßen. So hatte das Magazin "Newsweek" von einer Begegnung Hijasis mit dem mutmaßlichen Drahtzieher der September-Anschläge, Mohammed Atta, im April 2001 in Prag berichtet. Dies wurde von anderen Beobachtern jedoch in Zweifel gezogen. Hijasi stammt aus einer palästinensischen Familie. (APA/ap)

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