Erstes nicht-alliiertes Flugzeug seit Wochen hätte in Bagdad landen sollen

25. April 2003, 22:19
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Maschine mußte wegen Sandsturms durchstarten - UNHCR bereitet Rückkehr hunderttausender Exil-Iraker vor

Kuwait-Stadt/Genf - Ein kuwaitisches Flugzeug mit Hilfsgütern, das als erstes nicht-alliiertes Flugzeug seit Beginn des Irak-Kriegs in Bagdad landen sollte, hat seine Mission wegen schlechten Wetters abgebrochen. In nur rund 300 Metern Höhe sei er von US-Streitkräften wegen eines Sandsturms zum Durchstarten aufgefordert worden, sagte der Pilot Ali el Hadschi der kuwaitischen Nachrichtenagentur KUNA am Freitag. KUNA hatte zuvor bereits die erfolgreiche Landung des mit zehn Tonnen Hilfsgütern des Roten Halbmonds beladenen Flugzeugs vom Typ C-130 "Hercules" gemeldet.

Das Flüchtlingshilfswerk der UNO (UNHCR) bereitet sich derweil auf die Rückkehr hunderttausender Exil-Iraker in ihre Heimat vor. Für die nächsten acht Monate stünden 118 Millionen Dollar bereit, um geflohenen Irakern die Heimkehr zu ermöglichen, sagte UNHCR-Sprecher Ron Redmond in Genf. Etwa 900.000 Iraker seien in den vergangenen Jahren vor der Herrschaft Saddam Husseins in die Nachbarländer geflohen; das UNHCR rechne mit einer Rückkehr von etwa 500.000 Menschen. Im Iran lebten derzeit mehr als 200.000 Iraker, in Syrien und Jordanien seien es zusammen bis zu 450.000, viele von ihnen lebten unter ärmlichen Bedingungen.

In den Industrieländern des Westens hätten 183.000 Iraker Zuflucht gefunden, von denen aber nur etwa 35.000 rückkehrwillig seien. Vor dem Krieg hatte das UNHCR mit bis zu 600.000 Kriegsflüchtlingen aus dem Irak gerechnet. Die befürchtete Fluchtbewegung war aber ausgeblieben.

Vorbereitungen für die Rückkehr von Exil-Irakern

Das Flüchtlingshilfswerk der UNO (UNHCR) bereitet sich auf die Rückkehr hunderttausender Exil-Iraker in ihre Heimat vor. Für die nächsten acht Monate stünden 118 Millionen Dollar (107,5 Mill. Euro) bereit, um geflohenen Irakern die Heimkehr zu ermöglichen, sagte UNHCR-Sprecher Ron Redmond in Genf. Etwa 900.000 Iraker seien in den vergangenen Jahren vor der Herrschaft Saddam Husseins in die Nachbarländer geflohen; das UNHCR rechne mit einer Rückkehr von etwa 500.000 Menschen. In Iran lebten derzeit mehr als 200.000 Iraker, in Syrien und Jordanien seien es zusammen bis zu 450.000, viele von ihnen lebten unter ärmlichen Bedingungen.

In den Industrieländern des Westens hätten 183.000 Iraker Zuflucht gefunden, von denen aber nur etwa 35.000 rückkehrwillig seien. Vor dem Krieg hatte das UNHCR mit bis zu 600.000 Kriegsflüchtlingen aus Irak gerechnet. Die befürchtete Fluchtbewegung war aber ausgeblieben.(APA)

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