Parkschein via SMS startet ab Oktober in Wien

25. April 2003, 14:06
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Pilotversuch positiv abgeschlossen - 90 Prozent der NutzerInnen bewerteten Pilotprojekt mit "sehr gut" oder "gut"

Nach drei Monaten Probebetrieb steht es fest, die Stadt Wien will mit ihrem M-Parking-System im kommenden Oktober in Vollbetrieb gehen. Ab dann können die BenutzerInnen aller österreichischen Mobilfunknetze einschließlich die BenutzerInnen von Wertkartenhandys ihre Parkscheine in Wien per Handy über das mobile Bezahlsystem paybox bezahlen. "Die positiven Erfahrungen der m-parking Pilotphase haben uns in unserer Absicht bestätigt, das elektronische Parken in Wien künftig im Regelbetrieb zu ermöglichen", erklärte Wiens Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Sepp Rieder.

Test

Bei dem Pilotversuch, der zusammen mit mobilkom und Siemens Österreich abgewickelt wurde, nahmen insgesamt 1.000 Autofahrer Innen teil, von denen 872 das System regelmäßig nutzten. Gebucht wurden dabei mehr als vier Millionen Parkminuten oder beinahe 50.000 Parkscheine. Nach der Begleitstudie zum Versuch vom Verkehrsplaner Max Harry bewerteten über 90 Prozent der TeilnehmerInnen M-Parking mit "gut" bis "sehr gut". 73 Prozent der TeilnehmerInnen am Pilotbetrieb waren Männer, sieben Prozent wohnten nicht in Wien.

Konten

Für M-Parking müssen sich die BenutzerInnen zuerst über das Internet registrieren und ein Parkscheinkonto anlegen. Der elektronische Parkschein wird durch eine SMS an eine bestimmte Rufnummer aktiviert. Darin muss die beabsichtigte Parkdauer und, falls bei der Registrierung kein Fahrzeug-Kennzeichen bekannt gegeben wurde, zusätzlich das Kennzeichen enthalten sein. Zehn Minuten vor Ablauf der Parkzeit erhalten die BenutzerInnen eine Erinnerungs-SMS. Im Rahmen der höchstzulässigen Abstelldauer kann ein neuer elektronischer Parkschein aktiviert werden. Die Abwicklung des Zahlungsverkehrs wird von der A1-Bank der mobilkom übernommen, die das Projekt als ein Schlüsselelement für ihre M-Commerce-Strategie sieht. Nach dem Abschluss des Pilotbetriebes geht die Stadt jetzt an die Anschaffung der benötigten Hardware. So müssen an die 200 Kontrollterminals sowie Drucker gekauft werden. (pte)

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