Was getrunken wird

25. April 2003, 13:39
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Eistee und Energy-Drinks waren 2002 am beliebtesten - Auch Bierdurst nahm erstmals seit Jahren wieder wieder zu

Wien - Die Österreicher haben 2002 mehr Getränke konsumiert als im Jahr davor. Leicht gestiegen ist der Konsum von Bier, Mineralwasser und Limonaden - nach wie vor ganz oben auf der Liste der beliebtesten Getränke. Wirklich starke Steigerungen verzeichneten allerdings die Mode-Durstlöscher Eistee und Energy-Drinks. Zurückgegangen ist der Verbrauch von alkoholfreiem Bier und Fruchtnektar, geht aus vorläufigen Zahlen in der aktuellen Fachverbandspublikation "Getränke" hervor.

Der Gesamtabsatz von Eistee stieg 2002 um 57 Prozent auf 97,4 Mio. Liter bzw. 12,1 Liter pro Kopf und Jahr. Energy-Drinks legten ebenfalls kräftig um rund 10 Prozent auf 23 Mio. Liter (Schätzung) bzw. 2,9 Liter pro Kopf zu. Auch der Mineralwasserverbrauch der Österreicher ist neuerlich nach oben gegangen. Mit 707,9 Mio. Liter bzw. 88 Liter pro Kopf wurden um mehr als 4,3 Prozent mehr konsumiert als im Jahr davor.

Bierkonsum steigt

Ein Plus gab es auch beim absoluten Lieblingsgetränk der Österreicher: Der Bierkonsum stieg 2002 erstmals seit Jahren wieder an, konkret um 1,8 Prozent auf 878,8 Mio. Liter. Pro Kopf wurden damit fast 110 Liter Bier getrunken. Weniger groß war der Durst auf alkoholfreies Bier, das um 7 Prozent auf 17,6 Mio. Liter zurück ging.

Mehr Limonaden

Zugelegt hat auch der Konsum von Limonaden: Insgesamt wurden im Vorjahr 689,4 Mio. Liter Cola, Fanta & Co getrunken, um knapp 3 Prozent als 2001. Zugelegt haben in diesem Segment vor allem die neuen Wellnessgetränke, deren Anteil sich 2002 auf 7,1 Prozent mehr als verdreifacht hat. Dies ging primär auf Kosten von Limo-Klassikern wie Cola aber auch Orangen- und Zitronenlimonaden, die Marktanteile einbüßten.

Das stärkste Minus verzeichneten im Vorjahr die Hersteller von Fruchtsäften und -nektaren. Der Verbrauch ging bei diesen Getränken um 3,3 Prozent auf 277,9 Mio. Liter bzw. 34,6 Liter pro Kopf zurück. Rückläufig war vor allem der Bereich der Fruchtnektare. Der Verkauf im Inland ging um 5,6 Prozent auf 145,9 Mio. Liter zurück. Nach Sorten legte vor allem die schwarze Johannisbeere zu, zurückgegangen sind dagegen Mischprodukte, aber auch Orangen und Apfel-Nektar. Bei den Fruchtsäften stieg die Lust auf Multivitaminsäfte, während Orangensaft und Apfelsaft verloren.(APA)

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