Umsatz bei Philips Österreich erneut rückläufig

25. April 2003, 15:06
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Ergebnis bleibt positiv - Investitionen von 57 Millionen Euro im Jahr 2003

Philips Österreich hat das schwierige Geschäftsjahr 2002 mit einem weiteren Umsatzrückgang beendet. Der Umsatz ging von 1,46 Milliarden Euro im Vorjahr auf 1,051 Milliarden Euro zurück, hauptsächlich bedingt durch Verkäufe von Unternehmensteilen. Das Ergebnis blieb auch 2002 positiv, Details wurden allerdings keine genannt. Betrachtet man nur den Exportumsatz, 98 Prozent der in Österreich gefertigten Produkte gehen ins Ausland, kam es zu einer Steigerung von 3,3 Prozent. "Philips Österreich hat es nun endgültig geschafft vom reinen Industriestandort zu einem Hightech-Massen-Produzenten zu werden", so CEO Wiebo Vaartjes heute, Freitag, vor Journalisten. Bereits jeder vierte Mitarbeiter war im Vorjahr im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) beschäftigt.

Details

Die F&E-Quote lag bei 6,4 Prozent des Umsatzes. Insgesamt wurden 70 Millionen Euro in F&E investierte. Auch 2003 werden wieder 67 Millionen Euro in die Forschung gesteckt, weitere 57 Mio. Euro sollen in Sachinvestitionen fließen. Ein Großteil der Exporte ging zwar nach wie vor in die EU (51 Prozent), aber auch Ost- und Mitteleuropa konnte mit einem Anteil von 30 Prozent kräftig aufholen. "In Österreich selbst hat der Markt stagniert", so Vaartjes. Vor allem im Consumer-Electronic-Markt, der 35 Prozent des Österreich-Umsatzes ausmacht, gab es Einbrüche von bis zu 17 Prozent. Das größte Umsatzplus konnte mit 28 Prozent im Bereich Medizinische Systeme erreicht werden.

Angesiedelt

In Österreich sind insgesamt sieben Kompetenzzentren beheimatet. Der Star unter den verschiedenen Bereichen blieb auch 2002 der Bereich Sound Solutions-Telecom. In dieser Sparte, in der Lautsprecher für Handys erzeugt werden, ist Philips seit fünf Jahren Weltmarktführer. Der Weltmarktanteil wurde von 42 auf 51 Prozent erhöht und 250 Mio. Handylautsprecher ausgeliefert. 2003 sollen es noch einmal 100 Millionen Stück mehr werden. Der Mitarbeiterabbau sei nun endgültig abgeschlossen, so Vaartje. Per Jahresende beschäftigte das Unternehmen 2.300 Mitarbeiter, 2003 soll diese Zahl gehalten werden. Sollte die Forschungsförderung der Regierung allerdings weiterhin gekürzt werden, "werden wir übernächstes Jahr weniger Mitarbeiter haben", ergänzte Markus Posch, Leiter Personal & Innovation bei Philips Austria. (pte)

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