Telearbeit weiter ein Stiefkind - Derzeit 25.000 Beschäftigte

25. April 2003, 13:25
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Geringe Fortschritte bei der sozialrechtlichen Absicherung - Weitere Förderung der Breitbandanschlüsse notwendig

In Österreich gibt es laut Angaben der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) rund 25.000 Telearbeitsplätze, aber 180.000 Pendler, die täglich nach Wien zur Arbeit fahren. Arbeiterkammer (AK), Arbeitsmarktservice (AMS) und Telekom Austria haben in einer Pressekonferenz einen Ausbau der Telearbeit gefordert. Dies müsse jedoch bei voller sozialer Absicherung erfolgen und werde ohne staatliche Unterstützung nicht gehen.

Prozent aller Teleworker sind Frauen

Derzeit würden die nur wenig qualifizierte Arbeitnehmer 10 Prozent der Telearbeiter ausmachen, nur 20 Prozent aller Teleworker seien Frauen, so AK-Vizepräsident Alfred Gajdosik. Außerdem würde die Telearbeit in erster Linie nur von großen Unternehmen in wenigen Branchen angeboten. Gajdosik nannte in diesem Zusammenhang vor allem Banken und Versicherungen sowie den Telekom- und IT-Sektor.

Soziale Absicherung

Bei der sozialen Absicherung der Telearbeit habe es in den letzten Jahren keine großen Fortschritte gegeben, beklagt AMS-Vorstand Herbert Böhm und verweist auf das Beispiel der Leiharbeitskräfte-Überlasser, wo verbesserte Sozialmaßnahmen zu einer höheren Akzeptanz geführt hätten. Sowohl AMS wie auch Arbeiterkammer fordern, dass die 16 Einzelregelungen für Telearbeiter vereinfacht werden und über die soziale Absicherung von Werkverträgen hinaus gehen soll. Außerdem müsse die Ausbildung forciert werden, weitere Kurse des AMS werde es aber derzeit nicht geben - die Nachfrage nach IT-Fachkräften sei zur Zeit einfach zu gering.

Breitband-Internetanschlüsse

Wesentliche Voraussetzung für einen Ausbau der Telearbeit sei eine großflächigere Versorgung der Bevölkerung mit Breitband-Internetanschlüssen, so der Produktleiter der Telekom Austria, Helmut Leopold. Derzeit hätten 80 Prozent aller österreichischen Haushalte theoretisch Zugang zu der Breitbandtechnik ADSL, gerade aber der Ausbau der letzten 20 Prozent sei äußerst kostenintensiv. Leopold begrüßt in diesem Zusammenhang die geplante Steuererleichterung für Breitbandanschlüsse, wünschenswert wäre aber auch eine direkte Förderung für Privatnutzer sowie eine öffentliche Förderung des Infrastrukturausbaus.(apa)

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GPA

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