Kontrolle und Artenschutz

26. April 2003, 10:00
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Neues Testverfahren untersucht Tierhaarprodukte auf ihre Zusammensetzung - Spaltpeptide entscheidend

Hamburg/Wien - Mit einem neuen Testverfahren können Wissenschafter Tierhaarprodukte wie Pullover auf ihre Zusammensetzung hin untersuchen. Das Verfahren findet Anwendung in der Qualitätskontrolle und im Artenschutz, berichtet das Magazin National Geographic Deutschland in seiner Mai-Ausgabe.

Der Test wurde von Biochemikern der Universität des Saarlandes entwickelt. Das Verfahren basiert auf der Untersuchung der so genannten Spaltpeptide. Diese unterschiedlich schweren Bruchstücke von Eiweißmolekülen entstehen, wenn Proteine von Wolle, Federn oder Tierhaaren biochemisch zerlegt werden.

Bisher mit dem Mikroskop

Das Verhältnis der Spaltpeptide ist für jede Tierart typisch. Alpakawolle unterscheidet sich von der eines Schafs, eine Entendaune zeigt ein anderes Spektrum als eine Hühnerfeder. Bisher prüften Fachkundige die Produkte mit dem bloßen Auge oder unter dem Mikroskop. Doch selbst erfahrenen Spezialisten unterliefen dabei Fehler.

Tierschützer und Behörden haben bereits Interesse an dem neuen Verfahren angemeldet, berichtet das Magazin. Sobald es eine mobile Testmöglichkeit gibt, könnten damit Schmuggler und Händler geschützter Tierprodukte an Ort und Stelle überführt werden. (APA)

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