Die tradierten Rollenbilder bei der Berufswahl

25. April 2003, 12:37
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55 Prozent der weiblichen Lehrlinge werden Verkäuferin, Friseurin und Bürokauffrau

Wien - Bei der Berufswahl dominieren immer noch die herkömmlichen Rollenklischees. Im Jahr 2002 haben sich von den 5972 weiblichen Lehrlingen in Wien 57,5 Prozent für die "klassischen" Lehrberufe entschieden: Einzelhandelskauffrau, Friseurin, Bürokauffrau. Im Vergleich dazu betrug der weibliche Lehrlingsanteil bei den Kfz-Mechanikern 1,3 Prozent. Bei den Tischlern 4,4 Prozent. Bei den Elektroinstallateuren ein Prozent.

Und bei den technischen Schulen: In den HTL waren im Schuljahr 2001/02 nur 17 Prozent Schülerinnen. Und in den Fachschulen betrug der Mädchenanteil gar nur zehn Prozent. "Bei den technischen Studien beträgt der Frauenanteil weniger als zehn Prozent", berichtet Wiens Frauenstadträtin Renate Brauner (SP). "Bei der Elektrotechnik sind es weniger als fünf Prozent."

Bei der Stadt Wien selbst habe es in den letzten Jahren in manchen Bereichen Veränderungen gegeben. So sei laut Brauner etwa der Frauenanteil im Forstamt, bei der Stadtplanung und der MA 48 (Abfallwirtschaft) gestiegen. (frei/DER STANDARD, Printausgabe 25.04.2003))

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