Toshiba schreibt wieder Gewinne

25. April 2003, 11:42
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Restrukturierungsprogramm trägt Früchte - Unternehmen schüttet Dividende aus

Der japanische Elektronikkonzern Toshiba ist im abgelaufenen Geschäftsjahr in die Gewinnzone zurückgekehrt. Wie das Unternehmen heute, Freitag, in Tokio bekanntgab, konnte 2002 ein Nettogewinn von 18,5 Milliarden Yen (139 Millionen Euro) erzielt werden, nachdem im Jahr zuvor noch ein Verlust von über 254 Milliarden Yen (1,9 Milliarden Euro) verzeichnet worden war. Auch das operative Ergebnis drehte ins Plus und belief sich auf rund 116 Milliarden Yen (875 Millionen Euro). Die Konsequenz aus diesen Zahlen: Die Aktionäre können sich wieder auf eine Dividende von drei Yen (rund zwei Cent) je Aktie freuen, nachdem Toshiba die Zahlungen ein Jahr zuvor nach schweren Verlusten ausgesetzt hatte.

Details

Der Konzernumsatz legte um knapp fünf Prozent auf 5,66 Billionen Yen (42,7 Milliarden Euro) zu. Toshiba führte die positive Entwicklung vor allem auf die gestiegene Nachfrage nach Halbleitern und Notebooks sowie auf seine Restrukturierungs-Bemühungen zurück. So wurden unrentable Geschäftsbereiche geschlossen und darüber hinaus Allianzen mit einstigen Konkurrenten eingegangen, wie etwa eine LCD-Partnerschaft mit Matsushita Industrial Electric. Darüber hinaus hat sich Toshiba aus dem Markt für Lowend-Speicherchips verabschiedet und ist eine Partnerschaft mit Fujitsu eingegangen, um profitträchtigere, höher entwickelte Chips für Mobilgeräte zu produzieren, Kosten zu senken und technologische Entwicklungen zu teilen.

Kürzungen

Der Konzern hat in den vergangenen Jahren massiv Arbeitsplätze abgebaut und seit 2001 zehn Prozent der Belegschaft entlassen. Für das laufende Jahr hat sich Toshiba ehrgeizige Ziele gesetzt und will ein operatives Ergebnis von 170 Milliarden Yen (1,3 Milliarden Euro), einen Nettogewinn von 40 Milliarden Yen (302 Millionen Euro) und einen Umsatz von 5,7 Billionen Yen (43 Milliarden Euro) erzielen. Analysten sind etwas weniger optimistisch und rechnen mit einem operativen Ergebnis in der Bandbreite zwischen 110 Milliarden Yen (829 Millionen Euro) und 160 Milliarden Yen (1,2 Milliarden Euro), berichtet das Wall Street Journal. (pte)

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