Kärntner misshandelte Sechsjährige wegen Bettnässen

25. April 2003, 11:16
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Sieben Monate Haft

Klagenfurt - Wegen Quälens und Vernachlässigens von Unmündigen wurde am Freitag ein 39-jähriger Villacher am Landesgericht Klagenfurt zu einer teilbedingten Haftstrafe von sieben Monaten verurteilt. Der Mann hatte die Tochter seiner Lebensgefährtin geschlagen und beschimpft, weil das Mädchen unter Bettnässen litt. Zwei Monate der Strafe verhängte Einzelrichterin Gabriele Wietrzyk unbedingt.

Er habe das sechsjährige Mädchen an den Ohren gezogen, ihm "Kopfnüsse" verpasst und als "Hosenbrunzerin" beschimpft, gab der Mann vor Gericht zu.

Die körperlichen Qualen ergänzte der 39-Jähriger mit psychischen. Mehrmals drohte der dem Mädchen, es in ein Heim zu stecken.

Obwohl der Mann darum bettelte, konnte die Richterin keine rein bedingte Haftstrafe verhängen. Immerhin ist der Villacher drei Mal einschlägig vorbestraft. Der einzige Milderungsgrund sei das volle Geständnis, so Wietrzyk. "Jetzt bin ich meinen Job los", so der Mann. Sowohl der Beschuldigte als auch die Staatsanwältin erbaten sich drei Tage Bedenkzeit. (APA)

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