Deutschland

Bereits zehntausende Widersprüche gegen Google Street View

14. August 2010, 09:36
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    foto: google

"Diese Debatte ist von einer Hysterie geprägt, die nervt"

Google hat einem Zeitungsbericht zufolge bereits eine Vielzahl von Widersprüchen gegen die Veröffentlichung von Häusern in seinem Internet-Straßenbilderdienst Street View erhalten. Wie die "Berliner Zeitung"  berichtet, geht der Konzern einem Unternehmenssprecher zufolge von einer fünfstelligen Zahl an Widersprüchen aus. Google hatte diese Woche angekündigt, seinen umstrittenen Bilderdienst noch in diesem Jahr zunächst für die 20 größten deutschen Städten zu starten.

"Die Widerspruchsfrist ist ein Punkt, den ich für ziemlich problematisch halte"

In der Diskussion über den Straßenfotodienst hat das deutsche Verbraucherministerium Korrekturen vom Internetkonzern gefordert. "Die Widerspruchsfrist ist ein Punkt, den ich für ziemlich problematisch halte", sagte die Parlamentarische Staatssekretärin Julia Klöckner dem "Kölner Stadt-Anzeiger" laut Vorabmeldung. Sie müsste länger als vier Wochen sein sein.

Nach Klöckners Einschätzung ist unklar, wie man den Umgang von Google mit den Bilddaten regeln kann. "An Daten, die irgendwo in den USA gespeichert sind, kommen unsere Datenschutzbeauftragten leider nicht ran - beziehungsweise nur, wenn guter Wille da ist."

Der CSU-Innenpolitiker Stephan Mayer sprach sich für ein Gipfeltreffen aus, an dem auch Google-Verantwortliche teilnehmen sollten. "Die Datenschutzproblematik bei Google bewegt die Menschen in besonderer Weise", sagte er der "Bild"-Zeitung.

"Diese Debatte ist von einer Hysterie geprägt, die nervt."

Sein Abgeordnetenkollege Michael Kretschmer (CDU) warnte im "Kölner Stadt-Anzeiger" vor übereilten Schritten: "Diese Debatte ist von einer Hysterie geprägt, die nervt. Wir brauchen nicht gleich über ein neues Gesetz zu reden." Es sei gut, dass Google ein Widerspruchsrecht eingeräumt habe. "Jetzt werden wir sehen, ob das Verfahren funktioniert."

Vor der Veröffentlichung der Bilder von 20 deutschen Großstädten können Mieter und Besitzer innerhalb von vier Wochen bei Google gegen die Veröffentlichung der Gebäude in Einspruch gehen. Auch danach ist ein Widerspruch über die Webseite von Street View möglich.

Der Hamburger Justizsenator Steffen (Grüne) sprach sich in der "Frankfurter Rundschau" dennoch für eine gesetzliche Regelung aus. Auf Initiative Hamburgs habe der Bundesrat einen Gesetzentwurf für Geodatendienste vorgelegt. "Das Gesetzgebungsverfahren muss zeitnah erfolgen."

Panorama

Mit Street View können Internet-Nutzer sich in Fußgängerperspektive durch die Straßen von Städten bewegen und dabei Rundum-Panoramen der Straßenzüge betrachten. Street View gibt es bereits in 23 Ländern. Der Dienst ist bei Datenschützern umstritten, weil er nach deren Ansicht private Details über das Wohnumfeld von Menschen verrät. Google bot Mietern und Hausbesitzern in Deutschland deswegen an, deren Häuser unkenntlich zu machen. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 61
1 2
bleak_vision
15
16.8.2010, 12:33
Was für eine sinnlose Hysterie!

Ich will endlich mein Streest View Feature in Österreich und Deutschland nutzen können und diese ganzen paranoiden, geltungsüchtigen Jammerlappen gehen mir sowas von auf den Wecker.

Sperrts euch halt zuhause ein wenn ihr nicht gesehen werden wollt...

Redwraithvienna
02
16.8.2010, 11:04
Ich glaube ja das es am allgemeinen verständnis fehlt was street view ist ...

gestern gabs am blidblog einen eintrag bei dem aus der "Bild" zitiert wurde ... und die Leute (bzw ein Teil davon) glaubt anscheinend wirklich das diese Bilder in Echtzeit aufgenommen und übertragen werden.

derKleine
00
16.8.2010, 18:17

jo der komische da:
http://twitpic.com/2ehiug

Redwraithvienna
01
16.8.2010, 18:49
na der wird überrascht sein wenn ihm die bude abbrennt

und sie weg ist obwohl er sie noch via street view sehen kann ... Twilight Zone life für mr. schenkenberg

HTK
01
16.8.2010, 13:33

Dabei kann sich ja jeder bereits davon ein Bild machen:

http://www.sightwalk.de/

OGHaha
16
15.8.2010, 20:05
Schuld an dem Dilemma ist ja Google, ich lass mich doch nie so, wie der letzte Wurschtl, am Nasenring herumziehen. Ich hätte das Zeug einfach online gestellt,

das pixeln von Menschen und Kennzeichen ist schon genug entgegenkommen, dann hätten sie ein "Lex Google" beschliessen können.

Bei gleichem Recht für alle wären sofort, bei meiner folgenden Klagsflut, alle Medien in ärgsten Schwierigkeiten: wenn der ORF am Stefansplatz einmal in die Runde filmt, braucht er 100 Hauseigentümereinverst. und muss 1000
Hintergrundpersonen die keiner gefragt hat, wegpixeln.
"Live" spielts da nichts mehr.

Hätte man vor Einführung des Internets alle Bedenkenträger gefragt und den Leutchen alles Förchterliche (ihr Konto kann geplündert werden, Por no!: stellen sie sich vor, jeder kann ihr Weiblein pudelnackert anschauen) an die Wand gemalt, gebs nie ein Internet oder max. die Chinavariante.

Achmo Ledbid
00
16.8.2010, 00:29
auch wenn...

....ich nicht deiner meinung bin, muss ich dir leider völlig recht geben!

Extremsuderer
10
15.8.2010, 13:37
Wie wär's umgekehrt?

Wer will, dass sein Haus zu sehen ist, muss sein Einverständnis geben! Dann bleibt StreetView vermutlich ein verschwommener Pixelhaufen.

OGHaha
01
15.8.2010, 20:12
Klar, und jeder hätte schriftlich einverstanden sein müssen das brave Staatsvolk mit dem teuflischen Internet zu belästigen. Da wäre das Internet auch nur ein "verschwommener Pixelhaufen".

Zur einfacheren Abwicklung hätte man Unterschriftslisten in den Kirchen nach dem Gottesdienst auslegen können.

Pareidolic
07
15.8.2010, 01:01
Schöner kann man es nicht kommentieren:

http://www.dennis-knake.de/2010/08/1... ypokriten/

hed
00
14.8.2010, 21:37
ich finde es seltsam, dass ein abgeordneter

also ein vom volk gewähltes mitglied der gesetzgebung anstatt eine gesetzliche regelung zu fordern, es "gut" findet, dass ein unternehmen, dass aus rein wirtschaftlichen motiven die gesamte landschaft abfotografiert, so gnädig ist eine widerspruchsmöglichkeit einräumt.

Gummibam aus Surinam
03
16.8.2010, 10:22

Jeder darf es, egal aus welchen Motiven. Du auch. Der öffentliche Raum ist frei. Und wenn ich es einem verbieten will, muss man es auch dir und mir verbieten. Nennt sich Gleichheitsgrundsatz.

*.*
210
14.8.2010, 18:40

ich bin für eine allgemeine ausgangssperre.
wo kommen wir denn hin, wenn jeder überall rumrennen und sich anschaun kann was er will.

...wenn man zu dem thema eine umfrage machen würde, würden sich (von ein paar millionen) sicherlich auch ein paar tausend (manipulierte vollidioten) finden, die dem zustimmen...

Vormund von Peter W1
22
14.8.2010, 14:53

weiß man auch von wieviel verschiedenen IPs die wiedersprüche kommen? könnt mir gut vorstellen dass ein paar gutmenschen den ganzen tag dransitzen und das telefonbuch abtippen.

PyroTFD
00
16.8.2010, 15:52

tjo, es werden nur dann noch Briefe an die Adressen geschickt um dies zu verifizieren.
Also einfach nur Abtippen ist da nix :)

Iggy71
313
14.8.2010, 13:03
Google sollte Street View...

für die Deutschen einfach mal sperren. Wenn sie es in die eine Richtung nicht haben wollen, dann auch nicht in die andere Richtung.

Lustig auch die Politiker, die jetzt als Verbraucherschützer auftreten. Wo sind die, wenn Abmahnanwälte mal wieder den großen Reibach machen?

Franz Bim
 
00
16.8.2010, 10:49
Sippenhaft?

Warum alle Deutschen bestrafen, nur weil manche eigenartige Ängste haben?

McBlau
36
14.8.2010, 12:39
Verbietet es Google doch einfach

dann is a ruh

Hatschiiiiiii
 
86
14.8.2010, 12:14
Statt eines Widerspruches

würde ich diese riesigen Plastikplanen empfehle, die es in den Bauhäusern gibt.
Haus, Auto, Kinderschaukel, Grillofen, Gattin und Hund, alles abdecken.

Und in den größeren Städten gibt es öffentliche Institute, die machen Behandlungen gegen Verfolgungswahn.

Der Tourist
10
14.8.2010, 22:52

Effektiver ist, ein Kunstwerk an der Hauswand zu befestigen. Da kann man hinterher Google auf Schadenersatz wegen tausendfachen Urheberrechtsvertoßes abmahnen. Das wäre das Ende von Streetview in Deutschland.

Michael Bakunin
01
14.8.2010, 23:52

eni kunstwerk zu fotografieren und im netz zu veröffentlichen, ist doch keine verletzung des urheberrechts.

alcharismi
 
00
15.8.2010, 10:32

So? Was denn?

PyroTFD
01
16.8.2010, 15:59

ich empfehle hierzu das Fälschermuseum in Wien

Eine Kopie eines Kunstwerks die als Kopie deklariert wird bzw. eine Fotokopie die als selbige auch auftritt ist nicht strafbar - Markenfälschung und/oder Produktfälschung entstehen nur dann, wenn es als Original ausgegeben wird.

...deshalb sind ja auch bei diversen Handtaschenklonen oder HiFi-Geräten mitunter auch seltsame Namenskürzel: Pradda oder SamsTung (beides schon gesehen)

lustig fand ich auch mal das "Choco Channel" einer Bekannten :)

Also: Nachahmen oder Bilder machen ist erlaubt, kopieren oder fälschen nicht!

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